„Amtssitzwechsel“

Erzbischof besucht Herne

24. September 2026 | Gesellschaft
Der Erzbischof besuchte die neu entstehende Hauptfeuer- und Rettungswache in Sodingen. Foto: Arne Pöhnert, Stadt Herne

Deshalb stand am Mittwoch, 23. September 2026, in Herne neben einem Besuch in der derzeit neu entstehenden Hauptfeuer- und Rettungswache auch ein Zusammentreffen mit Engagierten von Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen aus der Stadt auf dem Programm.

Im Rahmen eines gemeinsamen Mittagessens, zu dem der Erzbischof als Dankeschön geladen hatte, tauschte er sich mit den Ehrenamtlichen und Hauptberuflichen über deren Engagement, die Herausforderungen ihres Dienstes für die Allgemeinheit und dessen gesellschaftlichen Wert aus.

„Unsere Gesellschaft lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen und sich für andere einsetzen. Gerade bei Feuerwehr, Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen wird ganz konkret, was Zusammenhalt bedeutet: Menschen sind füreinander da und können sich aufeinander verlassen. Dafür bin ich Ihnen dankbar“, erklärte Erzbischof Bentz. Er betonte: „Eine Gesellschaft lebt auch von dem, was sich nicht in Geld bemessen lässt: von der Zeit, dem Engagement und dem Einsatz für andere. Jede selbstlose Tat im Verborgenen verbessert diese Welt mehr als irgendeine lautstarke Parole.“

Sinnstiftung und Wirksamkeit

Ein Thema des Gesprächs war das Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt. Dazu sagte Erzbischof Bentz: „Mich interessiert auch, wie das Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt gelingt. Diese Frage beschäftigt uns in der Katholischen Kirche ebenso. Beide bringen eigene Erfahrungen und Fähigkeiten mit. Es braucht gegenseitige Wertschätzung und gute Bedingungen, damit Menschen ihre Verantwortung wahrnehmen können. Dabei darf auch sichtbar werden, was ein solches Engagement für das eigene Leben bedeutet: Wer erlebt, dass sein Einsatz anderen hilft, kann darin viel Sinnstiftung und Wirksamkeit finden.“

Ein wichtiges Signal

Begrüßt und während seines Besuches begleitet wurde der Erzbischof von Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda: „Der Besuch ist ein sichtbarer Ausdruck der Wertschätzung der Arbeit aller haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte in unserer Stadt. Der damit zum Ausdruck gebrachte Respekt gegenüber ihrer oft schwierigen und belastenden Tätigkeit ist ein wichtiges Signal und eine Ermutigung gerade in einer Zeit, in der Rettungskräfte selbst vermehrt Ziel von Übergriffen werden. In Herne treten wir derlei Vorkommnissen entschieden entgegen und freuen uns, dass auch der Erzbischof unseren Einsatzkräften mit seinem Besuch den Rücken stärkt.“