Verkehrsentwicklung Herne-Mitte

Arbeiten rücken früher als geplant vor

5. November 2026 | Wirtschaft
Von der Funkenbergstraße wandert das Baufeld bald weiter in Richtung Baumstraße. Foto: Tobias Kindel, Stadt Herne

Die Tiefbauarbeiten in der Funkenbergstraße sind vollständig abgeschlossen und die ausführende Baufirma Eurovia Bau GmbH baut die großflächige Asphalttrag- und Asphaltbinderschicht ein. Weil die Arbeiten daran in der Kalenderwoche 45 abgeschlossen sein werden, wandert das Baufeld nun weiter in Richtung Baumstraße. Die Arbeiten dort beginnen am Montag, 9. November 2026, und damit eine Woche früher als ursprünglich geplant.

Baufeld wandert in die Baumstraße

Diese wird dazu von der Funkenbergstraße bis zur Unterführung komplett gesperrt. Umleitungsstrecken werden in Absprache mit der Feuerwehr und der HCR eingerichtet und ausgeschildert. Es werden in den kommenden Wochen die Gehwege erneuert und die Fahrbahnen für die zukünftigen verkehrlichen Anforderungen strukturell angepasst.

Die Stadt Herne betont, dass trotz der Baustelle die Erreichbarkeit aller angrenzenden Gebäude zu jeder Zeit für Rettungskräfte uneingeschränkt gewährleistet bleibt. Zudem bleibt auf allen betroffenen Straßenabschnitten während der gesamten Bauzeit immer mindestens eine Gehwegseite für Fußgänger*innen sicher begehbar.

Die Bauarbeiten in der Baumstraße dauern je nach Witterung voraussichtlich bis Mitte Februar 2027. Die parallelen Arbeiten am DataCenter werden durch die Straßenbauarbeiten nicht eingeschränkt.

Das Gesamtprojekt

Die grundlegende Neugestaltung der Verkehrsführung im Bereich Herne-Mitte rund um den Herner Bahnhof einschließlich Westring, Cranger Straße und Funkenbergstraße trägt den zahlreichen Projekten und Maßnahmen zur Stadtentwicklung in diesem Bereich Rechnung: Wenn im kommenden Jahr die Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung (HSPV) mit rund 5.000 Studierenden und Lehrenden den Lehrbetrieb aufnimmt und parallel der östliche Bereich des FunkenbergQuartiers sowie ab Ende dieses Jahrzehnts zudem das EschparkQuartier im Bereich von Esch- und Dornstraße entwickelt werden, muss die örtliche Verkehrsinfrastruktur entsprechend ertüchtigt werden, um diesen gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden.

Beeindruckende Zahlen

Ein Blick auf die Zahlen gibt Aufschluss über die Dimension des Projekts: Insgesamt erstrecken sich die Arbeiten auf rund 42.000 Quadratmeter, davon etwa 24.000 Quadratmeter Asphaltfläche, 14.000 Quadratmeter gepflasterte Gehwege und 4.000 Quadratmeter Grünflächen. Zugleich entstehen circa 2.750 Meter an neuen Radwegen.

Ferner werden die gesamte Straßenbeleuchtung im Projektbereich erneuert und alle Straßenquerungen barrierefrei hergestellt. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 25 Millionen Euro.

Einbindung der Anwohnenden und Gewerbetreibenden

Um die Belastungen für die Anwohnerschaft so gering wie möglich zu halten, setzt der Fachbereich Tiefbau und Verkehr auf engmaschige Informationen. Für Fragen und den direkten Austausch bietet die Stadt Herne wöchentliche Bürgersprechstunden in einem eigenen Baucontainer direkt vor Ort an. Der aktuelle Baufortschritt, Pläne sowie persönliche Ansprechpartner*innen sind fortlaufend auf der eigens eingerichteten Projektseite abrufbar: www.herne.de/vehm

Neben großräumig geplanten Umleitungsstrecken – die auch eventuelle Autobahnbaustellen berücksichtigen – wird die Bedeutung des Bahnhofs Herne als zentraler Knotenpunkt für den Öffentlichen Personennahverkehr in allen Bauphasen geschützt.