Flottmann-Hallen

„Anders als daheim“ – architektonische Perspektiven

27. November 2025 | Kultur
Einblick in die Ausstellung „Anders als daheim“. Foto: Frank Dieper, Stadt Herne.

Kuratorin Katrin Lieske hebt hervor, dass Safronovas skulpturale Arbeiten in dieser Ausstellung fast ausschließlich neue Objekte zeigen. „Besondere Materialien wie Gelatine, aber auch alltägliche Stoffe werden verwendet, um Installationen zu schaffen, die sowohl architektonische Elemente aufgreifen als auch beim ersten Blick eigenständige Kunstwerke sind.“ Besonders bemerkenswert sei die Präsentation einer erstmals gezeigten Skulptur aus einem 3D-Druckverfahren, das ganz neue Möglichkeiten des künstlerischen Schaffens eröffnet. „Diese technischen Innovationen verleihen der Kunst eine spannende Dimension und zeigen, dass neue Technologien auch in der Kreativszene ihren Platz finden“, so Lieske. In einigen Werken von Safronova spiegelt sich die Dachkonstruktion der Flottmann-Hallen wieder, so die Kuratorin weiter.

  • Petra Deta Weidemann. Foto: Frank Dieper, Stadt Herne.

Petra Deta Weidemann bringt mit ihren perspektivisch gestalteten Betonelementen eine ganz eigene Ästhetik in die Ausstellung. Ihre Arbeiten erinnern an Balkone und Nischen, die in maximal reduzierter Formensprache präsentiert werden. „Es sind die Auslassungen und Leerstellen, die das Werk erzählen, und die Zwischenräume, die es komplettieren“, erklärt Weidemann. Ihre teils neu geschaffenen Werke korrespondieren zudem mit den denkmalgeschützten Räumen der Flottmann-Hallen. Hilfreich ist es, die Namen der Werke Weidemanns zu lesen, dann erschließt sich das betreffende Werk meist neu und umfassend.

Die Öffnungszeiten sind von Dienstag bis Sonntag jeweils von  14 bis 18 Uhr. Die Vernissage findet am Sonntag, 30. November, um 11 Uhr statt und wird von der Autorin und Journalistin Claudia Cosmo eingeführt. Zusätzlich gibt es am Mittwoch, 10. Dezember, und am Donnerstag, 15. Januar, die Veranstaltung Kunst, Kaffee und Kuchen jeweils um 10:30 Uhr. Der Eintritt zur Ausstellung und zu allen Begleitveranstaltungen ist frei. Die Ausstellung bleibt zwischen den Feiertagen geschlossen. „Anders als daheim“ endet am Sonntag, 18. Januar 2026.