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Auf dem Südfriedhof entsteht ein Memoriam-Garten

Gemeinschaftsgrabanlage

Erklären das Projekt (v.l.) Alfred Steinmacher, Christina Thieringer-Bonk, Andreas Riedel und Sascha Fox. ©Frank Dieper, Stadt Herne Erklären das Projekt (v.l.) Alfred Steinmacher, Christina Thieringer-Bonk, Andreas Riedel und Sascha Fox. ©Frank Dieper, Stadt Herne

 In wenigen Wochen wird es auch auf einem Friedhof der Stadt Herne zum ersten Mal einen sogenannten Memoriam-Garten geben: Hierbei handelt es sich um eine optisch ansprechende Gemeinschaftsgrabanlage.

„In vielen Nachbarstädten wurden mit so einer Anlage bereits positive Erfahrungen gemacht”, erklärt Andreas Riedel, Verwaltungsleiter des Fachbereichs Stadtgrün. Diese positiven Erfahrungen erhofft sich die Stadt Herne nun auch auf dem Südfriedhof. Der Trend ist bei den Bestattungen eindeutig. Er geht hin zu pflegefreien Gräbern. Genau diesen Aspekt macht unter anderem der Memoriam-Garten aus. Auf dem Südfriedhof übernimmt die Pflege die Firma Steinmacher. Einen entsprechenden Dauerpflegevertrag über 25 Jahre müssen die Angehörigen abschließen. Bisher ist auf dem Südfriedhof eine Fläche von rund 800 Quadratmetern für den Memoriam-Garten vorgesehen. Diese ist für etwa 60 Reihengräber und 130 Urnen ausgelegt. Bei entsprechender Nachfrage könnte in direkter Nachbarschaft eine weitere Gemeinschaftsgrabanlage entstehen.

  • Ein Hinweisschild steht bereits. ©Frank Dieper, Stadt Herne

Einheitlicher und harmonischer Charakter

Noch ist auf Feld eine Wiese zu sehen. Aber noch bevor die erste Bestattung stattfindet, wird die Anlage komplett gestaltet und bepflanzt. Das Feld erinnerte dann ehr an einen Garten oder an eine parkähnliche Landschaft, eine kleine Hecke grenzt die Grabanlage etwas ab. Das Grab individuell zu gestalten ist also nicht möglich, genauso wenig wie eine anonyme Bestattung. „Wir gestalten das gesamte Feld. Wenn eine Beerdigung stattfindet, werden die Pflanzen an dieser Stelle aufgenommen und später wieder zu gepflanzt”, berichtet Inhaber Alfred Steinmacher im Beisein von Mitarbeiter Sascha Fox das Prinzip. Der Memoriam-Garten zeichnet sich also auch, durch seinen einheitlichen und harmonischen Charakter aus.

„Attraktivität des Südfriedhofs wird gesteigert”

Geplant ist eine Gestaltung mit verschiedenen Hölzern und verschiedenen Blumen, auch eine Sitzgelegenheit und ein Wasserspiel sind vorgesehen. „Die Attraktivität des Südfriedhofs wird dadurch erheblich gesteigert, er wird dadurch eine Aufwertung erfahren”, ist sich auch Christina Thieringer-Bonk vom Fachbereich Stadtgrün sicher. Die genauen Kosten für die Dauergrabpflege stehen noch nicht fest, sie werden sich aber auf etwa 3.900 Euro für die 25 Jahre belaufen. Mit einem ähnlichen Projekt hat die Firma Steinmacher nach eigener Aussage bereits gute Erfahrungen gemacht. Und zwar auf dem Evangelischen Friedhof in Wanne-Mitte am Postpark.