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Außenseiter, Käuze und Dickköpfe im VHS-Filmforum

Kino

Ausschnitt aus dem Filmplakat von Ausschnitt aus dem Filmplakat von "Boyhood". Aufführungen: – So. 2.11., Mo. 3.11., Mi. 5.11. © Universal

Außenseiter, Käuze, Unangepasste, Eigenbrötler, kurz, die „Outsider der Gesellschaft”, bestimmen das Herbstsemester-Programm des VHS-Filmforums.

Zum Eröffnungsfilm am Sonntag, 31. August, um 11.00 Uhr in der Filmwelt Herne wurde das „Grand Budapest Hotel” erkoren: ein merkwürdiges, mysteriöses Drama, das die Kinozuschauer in eine fiktive Karpatenrepublik der 30-er Jahre entführt. – Weitere Termine: Mo. 1.9., Mi. 3.9.)

Das VHS-Filmforum zeigt in Kooperation mit der Filmwelt Herne im 2. Halbjahr 16 Filme in insgesamt 48 Vorführungen. Alle Filme sind brandneu, produziert 2014 und 2013. Wieder beherrschen die Europäer mit 2/3 Anteil das Programm (10 Filme). Aber auch Hollywood ist mit herausragenden Produktionen vertreten.

Es bleibt bei dem bisherigen Programm-Schema: Die Filmwelt zeigt ab Sonntag, 31. August, alle Filme sonntags um 11 Uhr, montags um 17.30 und mittwochs um 20.15 Uhr. Und dies zu günstigen Preisen und freier Platzwahl. Der Eintritt kostet nur fünf Euro (Zuschlag bei Überlänge).

Hartmut Kaminski, Filmexperte aus Düsseldorf und seit Jahren für die Auswahl zuständig, hat zwei Themenschwerpunkte festgelegt: „Dickköpfe und Außenseiter” sowie „Familie”.

Zur Kategorie „Dickköpfe und Außenseiter” zählen diese Filme:

Der zweifache Oscar-Preisträger Alexander Payne erzählt in „Nebraska” die tragikomische Geschichte des grantigen Rentners Woody Grant. Ein elegantes Roadmovie.

So. 12.10., Mo., 13.10., Mi. 15.10.

Ein sensationell packendes Ein-Personen-Drama – der alte Mann und das Meer – mit dem 76-jährigen Robert Redford als Skipper allein auf hoher See – das ist „All ist Lost” von J.C. Chandor.

So. 16.11., Mo. 17.11., Mi. 19.11.

Eine Liebesgeschichte, die sich schon in naher Zukunft abspielen könnte: „Her”, ein Science-Fiction-Film von Spike Jonze, in dem sich ein Melancholiker in einen Computer mit der Stimme von Scarlett Johansson verliebt.

So. 7.9., Mo. 8.9., Mi. 10.9.

In „Dallas Buyers-Club” erzählt Jean-Marc Valèe die wahre Geschichte des Texaners Ron Woodroof, ein Aidspatient, der durch eine unorthodoxe Initiative im Kampf gegen Aids in den 80er Jahren für Furore sorgt. –

So. 23.11., Mo. 24.11., Mi. 26.11.

Der zweite „Krankheitsfilm” handelt von einer krebskranken Frau – Marc Rensings „Die Frau, die sich traut”. Als Beate von ihrer Krankheit erfährt, lebt sie nur noch für ihren Traum: Mit knapp 50 will sie den Ärmelkanal durchschwimmen.

So. 7.12., Mo. 8.12., Mi. 10.12.

Ein Alpenwestern ohne Gnade, unterfüttert mit den Elementen anderer Genres: Psycho- und Rachethriller, vor allem aber Heimatdrama, gespielt im 19. Jahrhundert – das ist „Das finstere Tal” von Andreas Prochaska.

So. 5.10., Mo. 6.10., Mi. 8.10.

Das skandinavische Kino war immer schon ein bisschen anders – ruppiger, rauer und radikaler. Auch Regisseur Hans Petter Moland hat sich in der tiefschwarzen, norwegischen Komödie „Kraftidioten” dieser Geisteshaltung verschrieben.

So. 26.10., Mo. 27.10., Mi. 29.10.

Ein stimmungsvoll-düsteres Rachedrama, extrem prominent besetzt, das ist” „Auge um Auge” von Scott Cooper.

So. 14.12, Mo. 15.12., Mi. 17.12.

Familie, Familie, Familie …

Aber auch die Familie mit ihren vielen Erscheinungsformen und Beziehungsgeflechten ist stark vertreten.

„Im August in Osage County”: Regisseur John Wells wartet mit einer Starbesetzung in diesem Familiendrama auf – von Meryl Streep über Julia Roberts bis hin zu Sam Shephard.

So. 28.9., Mo. 29.9., Mi. 1.10.

Der neue Film von Richard Linklater „Boyhood” ist ein kinematographisches Ereignis: eine einzigartige Langzeitbeobachtung.

So. 2.11., Mo. 3.11., Mi. 5.11.

Mit den Sünden des Katholizismus setzen sich in diesem Programm zwei Filme auseinander: „Philomena” von dem britischen Starregisseur Stephen Frear erzählt die wahre Geschichte einer Frau auf der Suche nach ihrem einst unter Zwang zur Adaption freigegebenen Sohn.

So. 14.9., Mo. 15.9., Mi. 17.9.

„Kreuzweg” von Dietrich Brüggemann: In 14 Einstellungen, den 14 Stationen des Kreuzweges entsprechend, wird die Geschichte eines 14-jährigen Mädchens erzählt, das – von den Eltern katholisch-fundamentalistisch erzogen – als Gotteskriegerin sein Leben ganz Jesu widmen möchte.

So. 21.9., Mo. 22.9., Mi. 24.9.

Im letzten Film der Familienreihe geht es um die Ehe: „Le Weekend” von Roger Michell ist ein großer Beziehungsfilm.

So. 9.11., Mo. 10.11., Mi. 12.11.

Und dann noch ein spannend recherchiertes Politdrama über das Münchner Attentat auf den Oktoberfestwiesen von 1980 und deklarierter Lieblingsfilm des Leiters der Filmreihe Hartmut Kaminski: der deutsche Film „Der blinde Fleck” von Daniel Harrich.

So. 19.10., Mo. 20.10., Mi. 22.10.