Austausch mit NRW-Landwirtschaftsministerin Gorißen
Gemeinsam mit der Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Silke Gorißen, tauschte sich Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda mit knapp zwei Dutzend Vertreter*innen der Herner Bauernschaft aus. Dabei ging es insbesondere um die Herausforderungen für die Landwirtschaft im Angesicht von wachsendem Wettbewerbsdruck, allgemeiner Preisentwicklung und Folgen des Klimawandels.
Der gemeinsame Austausch fand auf dem Herner Hof Große-Lahr statt. Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne
Vor diesem Hintergrund diente der Austausch zunächst dem Ziel, ein wechselseitiges Verständnis der unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema Landwirtschaft gerade in einem dicht besiedelten Ballungsraum wie der Stadt Herne zu erlangen. „Herne ist eine kompakte Stadt mit hoher Bevölkerungsdichte. Umso wichtiger sind gerade auch die landwirtschaftlich genutzten Flächen, weil sie über ihren eigentlichen Zweck hinaus auch Landschaftspflege, Freiraum und Chancen für Naherholung etwa für Spaziergänger bieten“, so Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda.
Doch auch mit Blick auf die wirtschaftliche Situation der örtlichen Landwirtschaft weiß das Stadtoberhaupt um die drängenden Probleme: „Hohe Kosten etwa für Energie lassen die Wettbewerbsfähigkeit leiden, zumal ausländische Wettbewerber meist geringere Lohnkosten oder auch weniger Umweltauflagen haben. Hinzu kommen, wie die diesjährigen Ernteausfälle etwa bei Erdbeeren oder Spargel beispielhaft zeigen, vermehrt Auswirkungen des Klimawandels, auf die wir alle uns einstellen müssen.“
Folgerichtig drehte sich der weitere Austausch insbesondere um die Frage von Förderkulissen von Europäischer Union, Bund und Land NRW, um die heimischen Landwirte in ihrem Vorhaben zu unterstützen ihre Betriebe angesichts dieser vielfältigen Herausforderungen zukunftsfest zu machen und Beiträge zur Stadtentwicklung zu leisten.
Ministerin Silke Gorißen: „Die Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen, dazu gehört auch der Klimawandel mit seinen Folgen für Erträge aus unseren Feldern. Deshalb setzen wir uns auf nationaler und europäischer Ebene dafür ein, Bürokratie abzubauen oder auch Verfahren für Zulassungen notwendiger Schutzmittel für die Pflanzengesundheit zu beschleunigen. Es ist wichtig, dass es auch hier in Herne weiterhin eine starke Landwirtschaft gibt. Die Stadtnähe bietet Marktchancen für die regionale Erzeugung, die zur Ernährungssicherheit beiträgt und für Nähe und Vertrauen zum Verbraucher steht. Der Landesregierung ist es daher wichtig, dass die landwirtschaftlichen Betriebe Rahmenbedingungen vorfinden, um weiterhin wettbewerbsfähig zu sein.“






