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Bei der Förderung von Kindern ist Herne Vorbild

Stadt nimmt an der Initiative „Kein Kind zurücklassen“ teil

Bei der Förderung von Kindern und Jugendlichen ist Herne ganz vorne dabei. Das zeigte sich am Dienstag, 25. April 2017, beim ersten Treffen der Initiative „Kein Kind zurücklassen“ (KeKiz) in den Flottmannhallen. Das vom Land NRW geförderte Projekt unterstützt Städte darin, ihre Präventionsarbeit zu verbessern. Konkret geht es darum, Bildung und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Für ihre bisherige Arbeit erntete die Stadt dickes Lob.

  • Gemeinsam optimale Chancen bieten: Dr. Heinz-Jürgen Stolz, Johannes Chudziak, Gudrun Thierhoff, Dr. Annette Frenzke-Kuhlbach und Ulrich Klonki mit Moderator Axel Jürgens. © Nina-Maria Haupt, Stadt Herne

Dass Herne in der Förderung von jungen Menschen gut aufgestellt ist, hatte vor wenigen Wochen bereits die NRW-Bildungsministerin Svenja Schulze festgestellt, als sie das Talentkolleg Ruhr besuchte. Herne sei eine wegweisende Stadt in Sachen Talentförderung, so ihr Fazit. Auch Bildungs- und Jugenddezernentin Gudrun Thierhoff sieht Herne gut aufgestellt, „aber es gibt noch Optimierungsbedarf an den Scharnieren zwischen den einzelnen Förderungen“, stellte die Expertin beim ersten Treffen von KeKiz am Dienstag, 25. April 2017 fest. Denn in Herne gibt es viele verschiedene Angebote für junge Menschen und für Familien– nicht nur im Bildungsbereich, sondern zum Beispiel auch im Gesundheitssektor und in der Jugendhilfe. Deswegen entwickelt die Stadt in Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Gesundheitsbereich, sozialen Trägern und dem Land NRW nun ein Konzept, wie die verschiedenen Bereiche besser zusammen arbeiten können.

Erfolge ausweiten

„Ich glaube nicht an Wunder, aber ich glaube fest daran, dass eine Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche der einzige Weg ist, etwas zu verändern. Und das geht nur schrittweise“, zeigte sich Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda überzeugt. Erste Erfolge kann die Stadt Herne schon vermelden, zum Beispiel mit ihrem Bündnis für Ausbildung: „Lange Zeit hieß es, unsere Schüler sind zu schlecht für eine Ausbildung. Dann hieß es, unsere Schüler sind zwar gut, aber wir haben in Herne nicht genügend Ausbildungsplätze. In diesem Jahr können wir endlich sagen: Unsere Auszubildenden sind gut und wir haben mehr Ausbildungsplätze“, so der Oberbürgermeister. Dieser Erfolg soll nun auf alle Bereiche der Prävention ausgeweitet werden.

Enge Zusammenarbeit für beste Chancen

Als oberstes Ziel legten die Teilnehmer des Workshops die verlässliche Zusammenarbeit der städtischen Fachbereiche und der anderen Beteiligten fest. Denn auch wenn an vielen Stellen bereits gute Angebote für junge Menschen und Familien vorhanden sind, geht es nun darum, diese besser miteinander zu verbinden. „Wir haben eine lückenlose Bildungskette aufgebaut, wir haben eine lückenlose Integrationskette – nun bauen wir eine lückenlose Präventionskette auf“, versprach Dr. Dudda.

Das Ziel, das die Stadt mit ihrer Präventionskette verfolgt, formuliert Sozialdezernent Johannes Chudziak: „Wir wollen allen Kindern und Jugendlichen beste Chancen und Lebensperspektiven eröffnen. Auch Kinder aus schwierigen sozialen Umständen sollen gesund aufwachsen und einen guten Zugang zu Bildung  haben.“ Dazu müssen sich nicht nur die Beteiligten innerhalb Hernes vernetzen, auch die Zusammenarbeit und der Informationsaustausch mit den Nachbarstädten sollen enger werden.

“Herne hat sehr viele Stärken”

Eine gute Basis dafür gibt es bereits: „Herne hat sehr sehr viel entwickelt und hat sehr viele Stärken“, sagte der KeKiz-Koordinator des Landes NRW, Dr. Heinz-Jürgen Stolz. Als besonders gelungenes Beispiel nannte er das Herner Modell der Gestaltung von Bildungsübergängen, etwa wenn ein Kind von der Grundschule auf eine weiterführende Schule wechselt. „Dieses Modell findet mittlerweile bundesweit Beachtung“, so Stolz. Eine große Aufgabe sei nun, die gesamte Stadtgesellschaft einzubeziehen und festzulegen, wie Ressourcen in der Prävention verteilt werden. Denn eine gute Förderung für alle Kinder kann nur gelingen, wenn die ganze Stadt dahinter steht.

 

Nina-Maria Haupt