„Catcalling“ ist kein Kompliment
Zum bundesweiten Aktionstag gegen „Catcalling“ am Freitag, 12. Juni 2026, fanden auch in Herne gleich zwei Aktionen statt.
Mit der Aktion wollten die Veranstaltenden im öffentlichen Raum auf das Thema aufmerksam machen. Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne
Teilnehmende aus dem Herner Mädchenarbeitskreis und dem Queeren Arbeitskreis brachten in Herne-Mitte in der Bahnhofstraße und in Wanne am Buschmannshof sexistische Sprüche mit Kreide auf die Straße und kamen dabei mit den Menschen ins Gespräch.
Was ist Catcalling?
„Catcalling“ bezeichnet die verbale und nicht körperliche Belästigung eines fremden Menschen in der Öffentlichkeit. Dazu gehören zum Beispiel sexuell anzügliches Hinterherrufen, sexistische Sprüche, Nachpfeifen, Gesten und anzügliche Geräusche oder das bewusste Hinterherlaufen. Besonders betroffen sind Mädchen und Frauen.
Warum ist „Catcalling“ kein Kompliment?
„Catcalling“ kann für die adressierte Person äußerst unangenehm sein. Trotzdem wird es häufig bagatellisiert oder gar belächelt. Bei den Betroffenen löst es unangenehme Gefühle aus: Sie haben Angst, schämen oder ekeln sich, sie können wütend werden oder sich hilflos und machtlos fühlen. Das sind alles keine Gefühle, die mit dem vergleichbar wären, was ein Kompliment auslöst.
Hilfsangebote
Betroffene können sich in Herne unter anderem an die Beratungsstelle Schattenlicht e. V. wenden, unter der Telefonnummer 0 23 23 / 98 11 98 oder per E-Mail an info@beratungsstelleschattenlicht.de. Weitere Informationen und Hilfsangebote gibt es unter www.herne.de/catcalling.







