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Die “Raumporträts” von HP Müller

Ausstellung

"Raumporträt" von HP Müller. © Stadt Herne, Horst Martens

Der Wittener Künstler HP Müller zeigt in der Städtischen Galerie seine „Raumporträts” und „Denkanstöße”.

Die Ausstellung mit dem Titel „Zeitstücke – HP Müller 65″ ist bis zum 24. August zu sehen. Die Vernissage ist am Freitag, 11. Juli, um 19 Uhr.

Charakteristische Café-Szenen

  • HP Müller vor einem seiner “Raumporträts”. © Stadt Herne, Horst Martens

HP Müller malt Räume – charakteristische Café-Szenen, Details von Räumen, Rekonstruktionen von Interieurs. Räume sind für Müller so wichtig, dass er seine Bilder sogar räumlich präsentiert. So stellt er in der Ausstellung neben einem aufgehängten Bild einen Deckenstrahler. Zwischen zwei anderen Bildern stehen ein Café-Tisch und zwei Stühle. Ihn reizen ungewöhnliche Blickwinkel und extreme Ausschnitte. Die Details entwickeln bisweilen auch ein Eigenleben – so fangen die Stuhlbeine unter einem Tisch an zu „füßeln”. Der Kurator Prof. Dr. Mache spricht sogar von „metaphysischen Realismus”.

Nach dem Studium, zuletzt an der Kunstakademie Düsseldorf, zog es ihn nach Amsterdam, wo er in einem Hausboot lebte. Seine Amsterdamer Kunstjahre waren eine wichtige und wegweisende Station im Leben von HP Müller. Dort entwickelt er auch seine Vorliebe für Räume.

Porträts finden sich selten in den Leinwandarbeiten, dafür aber häufig in den Skizzen, Aquarellen und Malerbüchern, die ebenfalls in der Städtischen Galerie ausgestellt werden.

HP Müller führt in Herne ein Projekt weiter: Er überreichte dem Herner Museumsdirektor Dr. Oliver Doetzer-Berweger eine „Denktafel” aus Cortenstahl. Dabei geht es dann um die Frage, auf welche Art und Weise sich die Kulturverwaltung mit diesem „Geschenk” auseinandersetzt – und wo die Tafel schließlich landet.

Zur Ausstellung erscheint auch ein Katalog.

Weitere Infos zum Künstler www.bildung-kultur.org/hpmueller.