vhs-Galerie

Die Stadt als Fragment: Young-Soo Chang blickt auf die Architektur

16. April 2026 | Kultur
Herner Fotograf und Filmemacher Young-Soo Chang. Foto: Frank Dieper, Stadt Herne.

Zu Beginn eine Erklärung: „Urban Planes“ heißt nicht „Stadtflugzeuge“, wie eine schnelle Übersetzung ergeben kann. „Der Begriff ‚Planes‘ ist ein englisches Wort und kann je nach Kontext sehr Unterschiedliches bedeuten. In der Übersetzung lässt sich das nicht immer kurz wiedergeben, weil der Begriff viele Schichten an Bedeutung hat.
Je nachdem, ob man eher an Architektur oder an Wissenschaft denkt, kann ‚Planes‘ Räume, Ebenen oder strukturierte Flächen meinen.
Für die Ausstellung finde ich besonders spannend, dass man dadurch im urbanen Raum mehrere Ebenen der Wahrnehmung entdecken kann“, so Young-Soo Chang.

  • Natalie Dilekli und Youg-Soo Chang bereiten gemeinsam die Ausstellung vor. Foto: Frank Dieper, Stadt Herne.

Kuratorin Natalie Dilekli von der vhs-Wanne freut sich darüber, dass Young-Soo Chang in Wanne ausstellt: „Es ist seine erste Einzelausstellung in umfassender Form.“

Über den Künstler
Chang, Jahrgang 1976 und an der Ruhr-Universität Bochum tätig, nutzt sein filmisches Auge für die totale Ruhe. Er schneidet Details so radikal aus ihrer Umgebung, dass sie eine neue, minimalistische Kraft entfalten. Wo Menschen auftauchen, dienen sie nicht als Protagonisten; sie sind lediglich Maßstab in einem System aus Stein und Glas.

„Der Fokus liegt vor allem auf den urbanen Räumen. Manchmal zeigt sich dabei auch die Platzierung der Menschen – und zwar immer im Zusammenspiel mit ihrer Größe und der Umgebung beziehungsweise dem Umfeld“, so der Künstler. Auf die Besucher*innen warten Bilder, die in unterschiedlichen Ländern gemacht wurden. Oft erkennt man den Ort der Entstehung an kleinen Details, einem Schild an einer Laterne oder an einem Türknauf, der erkennen lässt, dass das Foto in Los Angeles aufgenommen wurde. Internationale Fotos aber auch immer wieder Herne, Wanne-Eickel und Bochum. Wer nicht sofort erkennt, wo die Fotos entstanden sind, schaut einfach auf die kleinen Schilder rechts unter dem jeweiligen Bild.

Ausstellungseröfnung
Die Ausstellung wird am Freitag, 17. April 2026, um 19 Uhr eröffnet. Natalie Dilekli spricht das Grußwort, gefolgt von einer Einführung durch Katrin Lieske von den Flottmann-Hallen. Musikalisch wird die Eröffnung von Tabea Hörsch und Fernando Lyra begleitet.

Öffnungszeiten:
Am Montag ist von 08:30 bis 12:00 Uhr sowie von 13:30 bis 15:30 Uhr geöffnet. Am Dienstag ist nachmittags geschlossen, vormittags von 08:30 bis 12:00 Uhr geöffnet. Am Mittwoch gelten die gleichen Zeiten wie am Montag: von 08:30 bis 12:00 Uhr und von 13:30 bis 15:30 Uhr. Am Donnerstag ist vormittags geschlossen und nachmittags von 13:30 bis 15:30 Uhr geöffnet. Am Freitag ist von 08:30 bis 12:00 Uhr geöffnet.