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Ehrenpreise für Fritz Eckenga und Henning Venske

Preisgekrönte Comedy: Tegtmeiers Erben 2017

Henning Venske (links) © Frank Koschembar und Fritz Eckenga ©Philipp Wente

Die Stadt Herne gibt die diesjährigen Ehrenpreisträger des Wettbewerbs Tegtmeiers Erben bekannt: Den „Tegtmeier-Ehrenpreis“ 2017 erhält Fritz Eckenga. Henning Venske wird mit dem „Jürgen von Manger Preis für ein Lebenswerk“ ausgezeichnet.

Während die übrigen Wettbewerbsteilnehmer am Finalabend auf der Bühne noch einmal ihr Bestes geben, können sich Fritz Eckenga und Henning Venske entspannt zurücklehnen. Mit den beiden Ehrenpreisen werden seit vielen Jahren Künstler ausgezeichnet, die bereits seit langem zur Spitze der deutschsprachigen Kabarett-, Comedy- und Entertainmentszene gehören.

Literatur und Kabarett

Mit Fritz Eckenga, geboren 1955 in Bochum und wohnhaft in Dortmund, zeichnet die Stadt Herne einen Ruhrgebiets-Künstler aus, der sich seine Ideen zwar meist vor der Haustür, also  „frisch von der Halde“ holt, dessen Themen jedoch weit über diese Region hinaus strahlen und der daher seit vielen Jahren zu den beliebtesten Lese-Satirikern des deutschsprachigen Kabaretts zählt. In seinen Geschichten und Gedichten, veröffentlicht in zahlreichen Büchern und vorgetragen in unzähligen Bühnenauftritten sowie im Hörfunk, dringt der Autor, Satiriker, Kabarettist und bekennende Fußballfan nach eigenen Angaben „in Problemzonen vor, die außer ihm niemand je betreten hat und wird.“ Dabei entpuppt er sich als unterhaltsamer Nachdenker, was ihm bisher sogar mehr Literatur- als Kabarettpreise eingebracht hat, unter anderem den Literaturpreis Ruhr. Für seine Bühnenprogramme kreierte Fritz Eckenga gerne Kunstfiguren, in die er immer wieder schlüpfte.

Scharfzüngige Satire

Henning Venske , geb. 1939 in Stettin, gehört zu den bedeutendsten Protagonisten der politischen Satire in Deutschland. Als Schriftsteller, Journalist, Autor, Schauspieler, Regisseur und nicht zuletzt Kabarettist ist Henning Venske geradezu ein lebendes Sittengemälde der deutschen Nachkriegsgeschichte. Seine scharfzüngige, oftmals radikale Satire führte in den 70er Jahren sogar zu juristischen Auseinandersetzungen mit den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten sowie zu Haus- und Sendeverboten und brachte ihm das Etikett „Deutschlands meistgefeuerter Satiriker“ (Gerd Wollschon) ein. „Er hat den Freiraum für Satire immer wieder erheblich überschritten”, war seinerzeit in einer Stellungnahme des Hessischen Rundfunks zu lesen. „Er hat den Freiraum für Satire unendlich erweitert” war sich das Auswahlgremium des Projekts „Tegtmeiers Erben“ einig, das der Stadt Herne neben den Finalisten des Wettbewerbs ebenfalls die Vorschläge für die jeweiligen Ehrenpreisträger unterbreitet.

Karten für den Finalabend

Beide Preisträger werden am Finalabend am Samstag, 25. November 2017, die Auszeichnung in Form einer 7,5 Kilogramm schweren Tegtmeier-Bronzekappe entgegen nehmen. Außerdem treten sechs Anwärter auf den regulären Preis „Tegtmeiers Erben“ auf und wetteifern um zwei mit jeweils 5.000 Euro dotierte Auszeichnungen: Den Publikums- und den Jurypreis. Auf der Bühne werden sich Tilman Birr, Sarah Bosetti, C. Heiland, Marcel Mann, Rosemie und René Sydow einen humoristischen Wettstreit liefern. Das Finale samt Preisverleihung findet im Kulturzentrum Herne, Willi-Pohlmann-Platz 1, statt.

Der Karten-Vorverkauf beginnt am Mittwoch, 3. Mai 2017 um 10 Uhr. Die Eintrittskarten kosten je nach Sitzplatzkategorie 20 oder 24 Euro zuzüglich Gebühren. Tickets sind bei Stadtmarketing Herne, in den Bürgerlokalen Herne und Wanne sowie bundesweit in allen Ticketshops mit Anbindung an das ProTicket-System und im Internet unter www.proticket.de erhältlich.