Emschergenossenschaft

Emscher-Brücke wird instand gesetzt

2. November 2026 | Gesellschaft
Die Emscher-Brücke an der Bochumer Straße wird in den kommenden Wochen von der Emschergenossenschaft instand gesetzt. Foto: EGLV

Die Straßenbrücke über die Emscher wurde im Jahr 1911 von der Emschergenossenschaft gebaut. Die Stützweite des Bauwerks beträgt zirka 27 Meter, die Brücke ist etwa 14,5 Meter breit. Zuletzt wurde die Querung über den Fluss in den Jahren 2000 und 2001 umfassend instandgesetzt. Im Zuge der jüngsten Hauptbauwerksprüfung (gemäß DIN 1076) wurde festgestellt, dass infolge von Korrosionsschäden an der Stahlfachwerkkonstruktion eine erneute Instandsetzung erforderlich ist.

Fuß- und Radverkehr wird umgeleitet

Die Arbeiten erfolgen ausschließlich unter der Brücke. Diese werden von Passant*innen wenig bis gar nicht einsehbar sein, gleichwohl muss aus Gründen der Arbeitssicherheit die Verkehrsführung zwischenzeitlich angepasst werden: Der auf der Ostseite verlaufende Geh- und Radweg wird in Abstimmung mit der Stadt Recklinghausen im Zeitraum vom 16. bis zum 23. November 2026 gesperrt und der Fuß- und Radverkehr in dieser Zeit auf die Westseite der Brücke umgeleitet.

Reduzierung der Fahrspurbreite 

Zudem werden die beiden Fahrspuren im Straßenbereich auf dem Brückenbauwerk auf jeweils drei Meter Breite reduziert – ebenso wird die zulässige Geschwindigkeit in diesem Bereich der Bochumer Straße vorübergehend von Tempo 50 auf Tempo 30 geändert.

In den wichtigen Erhalt und den Ausbau ihrer Brückeninfrastruktur investiert die Emschergenossenschaft, die mehr als 300 Brückenbauwerke in der Region besitzt und betreibt, rund 70.000 Euro.

Emschergenossenschaft

Am 14. Dezember 1899 als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband gegründet, ist die Emschergenossenschaft heute gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Unternehmens sind die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie die Klimafolgenanpassung. Ihr bekanntestes Projekt ist der Emscher-Umbau (1992-2021), bei dem die Emschergenossenschaft im Herzen des Ruhrgebietes eine moderne Abwasserinfrastruktur baute. Dafür wurden 436 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen verlegt und vier Großkläranlagen gebaut. Rund 340 Kilometer an Gewässern werden insgesamt renaturiert. Parallel entstanden in enger Kooperation mit den kommunalen Partnern über 360 Kilometer an Rad- und Fußwegen, die das neue blaugrüne Leben an der Emscher und ihren Nebenläufen erleb- und erfahrbar machen.

 

Text: EGLV