Die Zukunft hautnah erleben
Die Smart City Days in Herne haben sich im 5. Jahr seit Gründung als Nachmittagsevent „Digital.Herne.Business“ endgültig als eines der wichtigsten Innovationsforen im Ruhrgebiet etabliert. Vom 4. bis zum 6. Februar kamen über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, zehn Partnerunternehmen sowie 40 renommierte Sprecher im Shamrockpark zusammen. Eine Rekordbeteiligung, die zeigt, wie groß das Interesse an digitalen Zukunftsthemen ist.
Die Stadt Herne beweist mit den Smart City Days, dass sie nicht nur über Transformation spricht, sondern sie aktiv gestaltet. Die dreitägige Veranstaltung bot eine Plattform für Unternehmen, Wissenschaft und Verwaltung, um sich über innovative Technologien in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Mobilität, Energieeffizienz und digitale Verwaltungsstrukturen auszutauschen. Besonders im Fokus stand die Frage, wie moderne Technologien den Wandel der Region vorantreiben können.


Herne ist auf dem Weg in die Zukunft
In seiner Eröffnungsrede betonte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda, dass Herne eine klare Zukunftsvision verfolge und diese gemeinsam mit Hochschulen, Unternehmen und kreativen Kräften umsetzen wolle. Ziel sei es, die grünste Industrieregion der Welt zu werden. Dabei sei Künstliche Intelligenz ein entscheidender Baustein, ohne den die Industrie im Ruhrgebiet nicht überleben werde. Die Transformation müsse in Netzwerken gedacht und aktiv vorangetrieben werden.
Von der Forschung in die Praxis
Neben visionären Ideen standen konkrete Umsetzungsbeispiele im Mittelpunkt der Smart City Days. Prof. Dr. Jürgen Bock, Sprecher des Innovationsnetzwerks „ruhrvalley“, erklärte, dass die erarbeiteten Grundlagen der Universitäten in die Praxis überführt werden sollen. Dies geschehe in enger Kooperation mit Kommunen und Unternehmen der Region.
Auch für die Wirtschaft sind die Potenziale enorm. Dr. Dirk Drenk, Geschäftsführer von Herne Business, erläuterte, dass Unternehmen insbesondere dann profitieren, wenn sie über Digitalisierung Effizienzpotenziale heben, um die Zusammenarbeit, den Kontakt zu Kunden und die Produktherstellung zu optimieren.

Gefragter Gast bei den Herner Smart City Days: OB Dr. Frank Dudda.

Geschäftsführer von Herne.Business: Dr. Dirk Drenk.
Von der Vision zur Umsetzung
Ein wiederkehrendes Thema der Veranstaltung war die Notwendigkeit, innovative Konzepte zügig in die Praxis zu bringen. Josef Hovenjürgen, Parlamentarischer Staatssekretär des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung NRW, stellte klar, dass es kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem gebe. Es müsse darum gehen, ins Machen zu kommen. Gleichzeitig dürfe die natürliche Intelligenz nicht vernachlässigt werden, denn sie sei erforderlich, um die von der KI bereitgestellten Lösungen bewerten zu können.
Neue Kooperationen für eine vernetzte Region
Ein bedeutender Meilenstein der Smart City Days war die Ankündigung der Kooperation einen entscheidenden Fortschritt. Die strategische Zusammenarbeit der IT-Dienstleister im Ruhrgebiet werde einen Meilenstein in der Digitalisierung der Region darstellen und weit über die üblichen Smart City-Veranstaltungen hinausgehen.
Leuchtturm der Digitalisierung
Neben spannenden Fachvorträgen boten die Smart City Days interaktive Formate für Bürgerinnen und Bürger sowie Schulklassen, um Innovationen hautnah zu erleben. Besonders das FIWARE-Netzwerktreffen, die Veranstaltung „Digital.Herne.Business“ sowie der „Smart City Summit“ des ruhrvalley-Netzwerks ermöglichten praxisnahe Einblicke in digitale Zukunftstechnologien. Die hohe Beteiligung zeigt: Die Transformation des Ruhrgebiets ist in vollem Gange und Herne hat sich als zentraler Akteur im Smart City-Sektor etabliert.