Ausstellung

„Form und Fassung“ in den Flottmann-Hallen

11. September 2025 | Kultur
Die Werke der beiden Künstler ergänzen sich in der Ausstellung fast symbiotisch. Foto: Frank Dieper, Stadt Herne

„Es ist eine hochkarätige und spannende Ausstellung bildender Kunst mit zwei großartigen Künstlern, die im Ruhrgebiet schon zu sehen waren, aber noch nie in Herne. Ihre Werke ergänzen sich in der Ausstellung fast symbiotisch, ohne sich gegenseitig in Sichtbarkeit und Wirkung zu überlagern“, erklärte Kuratorin Katrin Lieske.

Mit Holz, Zement, PU-Schaum oder Gips erschafft Jáchym Fleig anthropomorphe Skulpturen und Installationen, die sich gleichermaßen durch fremde und doch vertraute Schönheit auszeichnen. Manche wirken wie Bienenstöcke oder wie übergroße zelluläre Gebilde. Sie stehen im Raum oder bewohnen Metallkonstruktionen und durchwachsen zaunartige Gitter. In den plastischen Konstrukten von Fleig lassen sich sowohl biologische Wachstumsprozesse als auch architektonische Fragmente ablesen.

  • Einblicke in die Ausstellung "Form und Fassung" in den Flottmann-Hallen. Foto: Frank Dieper, Stadt Herne

In seinen Malereien auf zugeschnittenen Holztafeln beschäftigt sich Armin Hartenstein mit Vorstellungen von Landschaft und Topografie. Dreidimensionale Gewässer-, Berg- und Vulkankörper überträgt er zunächst in die Zweidimensionalität, um sie dann abstrahiert wieder aufzufächern: ein dialektischer Arbeitsprozess von malerischen und plastischen Überlegungen. Raum verdichtet sich ebenso durch den präzisen Zuschnitt der Malgründe, der die geologischen Gebilde eigenartig isoliert.

Zur Vernissage wird Kunstwissenschaftler, Autor und Kurator Dr. Emmanuel Mir in die Ausstellung einführen. Da der 14. September 2025 auch „Tag des offenen Denkmals“ ist, gibt es zudem Führungen durch die Flottmann-Hallen.