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Fünf Jahre Stadtumbau Herne-Mitte

Tag der Städtebauförderung am 11. Mai mit Schulhoffest

Der Stadtumbau in Herne-Mitte ist seit fünf Jahren vor Ort aktiv. Es ist somit Zeit für eine Zwischenbilanz, die in Form einer Dokumentation erarbeitet worden ist und jetzt vorgestellt wurde. „Uns geht es darum, dass Stadtumbau eine Erfolgsgeschichte ist“, betonte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda beim Pressegespräch am Mittwoch, 8. Mai 2019, im Stadtumbaubüro an der Neustraße 19.

Das Stadtumbaugebiet Herne-Mitte umfasst das Herner Hauptzentrum und angrenzende Quartiere. Mit der Stadtumbaumaßnahme soll das Gebiet in seiner Funktion als zentraler Versorgungsbereich und als Wohnstandort gestärkt werden.

Hierzu sieht ein städtebauliches Entwicklungskonzept ein Paket von Maßnahmen vor, das in einem Zeitraum von mehreren Jahren mit Hilfe von Mitteln der Stadterneuerung umgesetzt wird. Dazu gehört unter anderem die Umgestaltung von Straßen, Plätzen, Grünflächen und Spielbereichen. In den vergangenen fünf Jahren sind viele Projekte umgesetzt und angestoßen worden, die eine städtebauliche Aufwertung insbesondere des Innenstadtbereichs, der zentralen Platzlagen und der Zufahrtsstraßen zur Innenstadt deutlich erkennen lassen. Einige Beispiele hierfür sind die barrierefreie Umgestaltung der Bahnhofstraße, die Maßnahmen am Neumarkt und der Schaeferstraße oder an der Viktor-Reuter-Straße. Durch die Neugestaltung des Grünzuges Hölkeskampring, den Umbau des Spielplatzes „Auf der Insel“ und des Spielplatzes „Hoheneickstraße“ wurden qualitativ hochwertige Grün- und Spielflächen geschaffen, die zur Attraktivität der Quartiersstrukturen beigetragen haben. Weitere Maßnahmen waren unter anderem die Umgestaltung der Neustraße und im letzten Jahr des Schulhofs der Grundschule Kunterbunt zu einer Spielfläche für das Quartier Herne-Mitte. Die Umgestaltung des Alten Wartesaals sowie die energetische Sanierung des Kulturzentrums sind ebenfalls Projekte aus dem Kontext des Stadtumbaus Herne-Mitte.

  • Fünf Jahre Stadtumbau in Herne-Mitte: Zeit für eine Zwischenbilanz. © Frank Dieper, Stadt Herne

Die Förderung von privaten Eigentümern im Rahmen des Fassaden- und Hofflächenprogramms ist in Herne-Mitte besonders erfolgreich, im Herbst 2018 konnte bereits die 100. Fassadengestaltung gezählt werden. Mit dem Stadtteilverfügungsfonds und dem City-Verfügungsfonds werden Projekte von privaten Akteuren im Quartier und der Kaufmannschaft unterstützt.

Mit privaten Investoren ist es darüber hinaus gelungen, weitere Projekte in der Innenstadt umzusetzen. Beispiele sind hier die Herner Höfe, das Stadthaus, das Wohngebäude K111 sowie der Umbau und die Belebung des City Centers.

Aktuell und zukünftig werden weitere bedeutende Projekte das Quartier maßgeblich prägen. Bei der Umgestaltung des Europaplatzes zusammen mit dem Bauvorhaben des Gemeindehauses der Kreuzkirchengemeinde oder bei der Errichtung des Jugendhilfezentrums Hölkeskampring werden hier Vorhaben verschiedener Institutionen verknüpft und vernetzte Strukturen geschaffen. Am Gesamtstandort Hölkeskampring sind noch weitere Projekte wie die energetische Sanierung der Schwimm- und Sporthalle oder die Umgestaltung des Schulhofs der Grundschule Kolibri als Fördermaßnahmen geplant.

Die Städtebauförderung hat eine große Bedeutung für die Stadt Herne und ermöglicht mit Fördermitteln vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen die Umsetzung vieler städtebaulich bedeutsamer Projekte.

Das Gesamtfördervolumen für den Stadtumbau Herne-Mitte beträgt zirka 31 Millionen Euro. Eine Förderung erfolgt in Höhe von 80 Prozent, 20 Prozent sind Eigenmittel der Stadt. Heike Lindemann, Abteilungsleiterin Stadterneuerung, sagte: „Wir haben schon viel erreicht. Es sind unheimlich viele Projekte umgesetzt worden.“ Das sieht auch Stadtrat Karlheinz Friedrichs so, der verriet, dass man um eine Verlängerung des Projektes bitten möchte. Denn eigentlich war das Stadtumbauprojekt Herne-Mitte bis 2024 angelegt.

Tag der Städtebauförderung 2019

Im Rahmen des bundesweiten Aktionstags wird mit der Hilfe von vielen Akteuren aus der Stadtverwaltung, dem Stadtumbau Herne-Mitte, der Grundschule Kunterbunt, der Kinderanwältin Bibi Buntstrumpf, dem Sozialraumteam sowie vielen ehrenamtlichen Helfern am Samstag, 11. Mai, am Tag der Städtebauförderung, in der Zeit von 14 bis 17 Uhr ein Schulhof- und Spielplatzfest auf dem mit Städtebaufördermitteln neu gestalteten Schulhof der Grundschule Kunterbunt an der Neustraße 16 gefeiert.

Hier erwarten die Kinder viele verschiedene Aktivitäten wie ein Fahrzeugparcours, eine Hüpfburg, ein Luftballonkünstler, Kinderschminken, unterschiedliche Malangebote, Specksteinbearbeitung, Sportangebote sowie viel Spaß auf den neuen Spielgeräten. Für den Fahrzeugparcours wird die Neustraße im Bereich des Schulhofs (zwischen den Hausnummern 19-23 inklusive der dortigen Stellplätze) zwischen 13 und 18 Uhr für den motorisierten Verkehr gesperrt. Eine Einfahrt in die Neustraße ist aus beiden Richtungen möglich, nur die Durchfahrt ist in dieser Zeit nicht gestattet. Die Anwohner sind über die Straßensperrung mit einem gesonderten Schreiben informiert worden.

Zeitgleich findet in diesem Jahr am 11. Mai 2019 der Tag der Städtebauförderung als bundesweiter Aktionstag statt. Alle Städte und Gemeinden, die Fördermittel aus der Städtebauförderung erhalten, sind aufgerufen, an diesem Tag über ihre Strategien und die Ziele der Planungen und Projekte, die durch die Städtebauförderung realisiert werden können, zu informieren und Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung an der Entwicklung ihrer Stadt einzuladen.

Außerdem wird an diesem Tag der Zwischenbericht „Fünf Jahre Stadtumbau Herne-Mitte“ veröffentlicht und in der Zeit von 14 bis 17 Uhr im Stadtumbaubüro in der Neustraße 19 eine Ausstellung und Dokumentation zu den bisherigen und aktuellen Stadtumbauprojekten zu sehen sein. Der Aktionstag am 11. Mai 2019 wird um 14 Uhr von Stadtrat Karlheinz Friedrichs auf dem Schulhof eröffnet.