Gemeinsam auf Crange? Aber sicher!

22. Mai 2025 | Ausgabe 2025/2

Bewährtes Konzept wird fortgeführt

Das größte Volksfest in NRW wird auch in seiner 541. Auflage mit dem bewährten Sicherheitskonzept durchgeführt – wenn auch mit ein paar gezielten Anpassungen. Das erklärt Patrick Wronowski vom Fachbereich Öffentliche Ordnung der Stadt Herne, der in diesem Jahr erstmals für die Sicherheitsplanung verantwortlich ist.

„Wir haben den bestehenden Plan intensiv geprüft und an zwei bis drei Stellen Optimierungspotenzial erkannt“, so Wronowski. So wird es zusätz-liche Sperren an Flucht- und Rettungswegen geben, die künftig auch mit Personal besetzt sind. „Das ist zwar ein Mehraufwand, aber wenn es die Sicherheit erhöht, ist das für uns selbstverständlich.“

Erfahrung aus der Praxis

Ganz neu ist die Cranger Kirmes für Wronowski nicht: In den Vorjahren war er als Bezirksbeamter für den Bereich der Dorstener Straße zuständig und kennt das Geschehen auf dem Platz und in den Seitenstraßen gut. „Ich habe viele Schausteller bereits kennengelernt – das hilft jetzt natürlich.“ Trotzdem hat er sich gründlich in die neue Aufgabe eingearbeitet. Gemeinsam mit allen beteiligten Akteur*innen wurde eine umfassende Gefahrenanalyse erstellt. „Für jedes denkbare Szenario liegt ein klarer Ablaufplan vor“, erklärt Wronowski – zum Beispiel für eine Evakuierung des Geländes bei starkem Unwetter.

Technik für den Ernstfall

In solchen Fällen kommen auch die fünf Multi-Funktionsmasten zum Einsatz, die auf dem Gelände verteilt sind. Sie verfügen über Lautsprecher, Videokameras und Notbeleuchtung. Die Kamerabilder helfen Wronowski und seinem Team im Kirmesbüro, die Besucherströ-me im Blick zu behalten und gege-benenfalls steuernd einzugreifen.

Ein Fan bleibt ein Fan

Auch wenn er dieses Jahr nur dienst-lich auf dem Platz unterwegs ist: Wronowski ist überzeugter Kirmesfan und fährt gerne mit diversen Fahr-geschäften. „Ich bin Wanne-Eickeler und seit Kindesbeinen auf der Kirmes. Schon als kleiner Junge bin ich mit dem Kirmesgeld von Oma über den Platz gestürmt und alles gefahren.“

Text: Tobias Kindel     Foto: Frank Dieper