Großübung im Chemiewerk
Am Samstag, 10. Oktober 2026, führte die Feuerwehr Herne gemeinsam mit der Werkfeuerwehr des Chemiewerkes der Ineos Solvents Germany GmbH in Kooperation mit der Sommerakademie des Marien Hospitals Herne für Studierende der Ruhr-Universität Bochum eine große Einsatzübung durch.
Für die realistische Unfalldarstellung waren vorab Verletzungen geschminkt worden. Foto: St. Elisabeth Gruppe GmbH
Bei dem angenommenen Szenario war es zu einer Explosion auf dem Gelände mit einer anschließenden Brandausbreitung und einer Vielzahl von verletzten Personen gekommen. Neben der Feuerwehr Herne und der Werkfeuerwehr kamen auch Rettungsmittel der Partner*innen im Rettungsdienst, von Hilfsorganisationen sowie von den Feuerwehren Bochum und Gelsenkirchen zum Einsatz.
Realistische Unfalldarstellung
Medizinstudierende der Ruhr-Universität Bochum stellten nicht nur die Notärzt*innen für die Übung, sondern mimten gemeinsam mit Schüler*innen der Pflegeschule der St. Elisabeth Gruppe auch die insgesamt 23 Verletzten. Durch ein Team für sogenannte realistische Unfalldarstellung wurden dabei Verletzungen geschminkt, so dass die Einsatzkräfte unter sehr realistischen Bedingungen üben konnten.
Bereits zum vierten Mal kooperierten die Feuerwehr Herne und die Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin, Schmerz- und Palliativmedizin des Marien Hospitals Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum, erfolgreich, um diese Großübung zu organisieren.
Die Übungen sind wichtig, damit im Ernstfall bei komplexen Einsatzlagen die Zusammenarbeit zwischen den Organisationen funktioniert. Foto: St. Elisabeth Gruppe GmbHInsgesamt über 80 Einsatzkräfte stellten die Rettung und Versorgung sowie den Transport der Verletzten sicher und führten die Brandbekämpfungsmaßnahmen auf dem Werksgelände während der zweieinhalbstündigen Übung durch. Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr übernahmen während der Übung einen Teil des Grundschutzes für das Stadtgebiet Herne.
Zusammenarbeit in komplexen Lagen
Solche Einsatzübungen sind wichtig, damit auch im Ernstfall bei komplexen Einsatzlagen die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Organisationen reibungslos funktioniert. Besonderer Dank gilt dabei den vielen ehrenamtlichen Helfer*innen, ohne die die Durchführung einer solchen Großübung nicht möglich wäre.