Herne erinnert an Opfer der Shoah
Bei einer Gedenkveranstaltung am Freitag, 27. Januar 2023, im Kulturzentrum erinnerte die Stadt Herne an die Opfer des Nationalsozialismus. Viele Bürger*innen, Vertreter*innen der unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften, der Politik, Verwaltung und weiteren gesellschaftlichen Gruppen nahmen daran teil. Die Gedenkstunde endete mit Gebeten und einer Schweigeminute am Shoah-Mahnmal auf dem Willi-Pohlmann-Platz.
Foto: ©Frank Dieper, Stadt Herne
Nach der musikalischen Einleitung durch die Lehrerband der Gesamtschule Wanne-Eickel richtete Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda die Worte an die Anwesenden. Er betonte die Bedeutung der Erinnerungskultur: „Die aktive Auseinandersetzung mit der Shoah waren und bleiben wichtig, um daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen. Es bleibt unsere Pflicht, uns mit den Fakten auseinanderzusetzen und das Unrecht der nationalsozialistischen Verfolgung lebendig zu halten.“ Angesichts der aktuellen politischen Geschehnisse ermutigte er alle, sich für Toleranz und Menschlichkeit stark zu machen: „Das Rad der Geschichte darf sich nicht rückwärts drehen.“
Schülerprojekt zu jüdischer Schulklasse
Ein ergreifendes Beispiel für Erinnerungskultur stellten anschließend Schüler*innen des Otto-Hahn-Gymnasiums mit dem Projekt „Sie waren Herner Kinder wie wir“ vor. Die Neuntklässler zeichneten anhand eines Klassenfotos aus dem Jahr 1936, das jüdische Schüler*innen aus Herne zeigt, die Schicksale der Abgebildeten nach.
Schweigeminute vor Shoah-Mahnmal
Nach der Gedenkfeier im Kulturzentrum begaben sich die Teilnehmenden zum Shoah-Mahnmal auf dem Willi-Pohlmann-Platz, das zu diesem Anlass ohne seine Schutzhülle für die Öffentlichkeit zu sehen war. Hier endete die Gedenkstunde mit Gebeten von Vertreter*innen der unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften und einer Schweigeminute.