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Herne nimmt erneut kurzfristig über 100 Flüchtlinge auf

Notsituation

Feldbetten in der Sporthalle, dem ersten Aufenthaltsort der Flüchtlinge. Feldbetten in der Sporthalle, dem ersten Aufenthaltsort der Flüchtlinge.

Um 13 Uhr am Montag, 20. Juli 2015, ist die Stadt Herne von der Bezirksregierung Arnsberg darüber informiert worden, dass sie bis zum Abend um 21 Uhr über 100 Flüchtlinge aufnehmen muss. Die zentralen Sammelunterkünfte des Landes für die Erstaufnahme von Flüchtlingen sind offenbar so voll, dass ein Teil der Hilfesuchenden in vorläufigen Ausweichquartieren untergebracht werden.

Wie bereits im vergangenen September sollen die Flüchtlinge wieder in der Sporthalle Wanne-Süd vorübergehend eine Bleibe finden. Die Unterkunft muss erst noch hergerichtet werden. Bis der Einzug in die Sporthalle Wanne-Süd erfolgen kann, werden die Flüchtlinge kurzfristig, noch in den heutigen späten Abendstunden, in Zelten auf dem Nebenplatz des Stadions Wanne-Süd untergebracht. Diese Form der Unterbringung ist für zwei bis drei Tage vorgesehen. Die Zelte stellen Organisationen des Katastrophenschutzes. Diese übernehmen auch die erste Betreuung. Für die Betreuung in der Halle hofft die Stadt Herne auf die Zusage eines bewährten Unternehmens. Informationen über die Zusammensetzung der Flüchtlinge, deren Nationalität und darüber, wie lange sie in Herne bleiben sollen, hat die Bezirksregierung der Stadt Herne noch nicht übermittelt.

Im März hatte die Stadt kurzfristig Flüchtlinge auch in der Görresschule untergebracht. Diese befindet sich aber inzwischen nicht mehr in städtischem Besitz.