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Herner Bündnis gegen Depression feiert im Mondpalast

Interviews und Theater bei freiem Eintritt

Dr. Peter Nyhuis, Renate Ullrich und Marvin Boettcher arbeiten seit zehn Jahren im HErner Bündnis gegen Depression zusammen. ©Nina-Maria Haupt, Stadt Herne

Das Herner Bündnis gegen Depression wird zehn Jahre alt und feiert am Mittwoch, 3. April 2019, ab 17 Uhr im Mondpalast von Wanne-Eickel, Wilhelmstraße 26. Eingeladen sind alle Interessierten, der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

Der Abend beginnt mit einem Grußwort von Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. Das Herner Bündnis wird seine Arbeit vorstellen und Interviews mit Betroffenen und Angehörigen führen. Anschließend bringt die PYS-Theatergruppe, bestehend aus Patienten und Mitarbeitenden der Psychiatrie, das Stück „Des Kaisers neue Kleider mitten im Pott“ auf die Bühne. Die Regie führt Liliana Moncada.

Krankheit ist gut heilbar

„Depression ist eine Volkserkrankung, mindestens fünf Millionen Menschen in Deutschland sind betroffen, mit unterschiedlicher Schwere der Erkrankung“, erklärt Dr. Peter Nyhuis, der Vorsitzende des Herner Bündnisses gegen Depression. Er ist Chefarzt und ärztlicher Direktor des Marienhospitals Eickel. Obwohl die Krankheit weit verbreitet ist „ist erstaunlich, wie wenig darüber bekannt ist“, findet Nyhuis. Dabei helfe Information über Depressionen schon, Todesfälle zu verhindern. In rund 80 Prozent der Fälle sei die Krankheit heilbar.

Feiern am Ort der guten Laune

Aus diesem Grund möchte das Herner Bündnis gegen Depression Bürger informieren, Fachkräfte weiterbilden und Informationen austauschen. Dafür haben sich Ärzte, Selbsthilfegruppen, Seelsorger, Kirchen, Psychologen und –therapeuten, Beratungsstellen und Apotheken, Lehrer und Pflegeeinrichtungen zusammengeschlossen und den Verein gegründet. Durch gemeinsame Bekannte erfuhr auch Marvin Boettcher, geschäftsführender Intendant des Mondpalastes, von dem Bündnis. So kam es, dass der Verein sich im Mondpalast gründete und dort auch sein 10-jähriges Bestehen feiert.

Renate Ullrich ist zweite Vorsitzende und leitet die Ehe-, Lebens- und Schwangerenberatung des Diakonischen Werks. Die Diplom-Pädagogin und Psychotherapeutin hat festgestellt, dass durch die Arbeit des Vereins die Krankheit Depression bekannter geworden ist und viele Menschen Erkrankten gegenüber aufmerksamer geworden sind. Aber auch Angehörige, die oft ebenfalls unter der Situation leiden, bekommen Hilfsangebote.

Rat und Hilfe

Wer vermutet, eine Depression zu haben, findet kostenlose Hilfe bei der Telefonseelsorge unter 0800/ 111 0 111 oder 0800/ 111 0 222. Auch die Soforthilfe Herne steht zur Verfügung, im Internet unter soforthilfe-herne.de oder 0800/ 678 40 00. Weitere Ansprechpartner in Herne sind unter www.buendnis-depression.de zu finden.

Nina-Maria Haupt