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HTC-Eigengewächs schnuppert mit 18 Jahren schon Bundesliga-Luft

Laura Zolper im Porträt

Foto: Frank Dieper/ Stadt Herne

Kann man besser seine Karriere starten? Wohl kaum. Der Herner Turnclub liefert die beste Saison der Vereinsgeschichte ab und Laura Zolper ist mittendrin. Das Herner Eigengewächs ist gerade einmal 18 Jahre alt und gehört schon zum Bundesligakader.

„Manchmal ist es irreal“

Da verwundert es nicht, wenn die Schülerin des Otto-Hahn-Gymnasiums gesteht: „Irgendwie ist das manchmal noch etwas irreal.“ Doch es ist wahr. Neben gestandenen Spielerinnen wie Emina Karic, Karin Kuijt oder Jordan Frericks zieht auch Laura Zolper immer häufiger zum Korb. „Anfangs war ich natürlich schon sehr nervös als ich meine ersten Spielzeiten bekam. Doch das legt sich immer mehr, die Mannschaft unterstützt mich enorm und gibt mir viele Tipps“, erklärt die gebürtige Hernerin, die seit der U13 alle Jugendmannschaften des Vereins durchlaufen hat.

Laura zahlt das Vertrauen zurück

Erst im Dezember war sie wieder zu Gast beim Perspektiv-Lehrgang, bei dem die Bundestrainer die Talente sichten. Noch wartet sie auf einen Einsatz im U-18-Trikot der deutschen Nationalmannschaft, dabei haben sich ihr gutes Offensivspiel und auch die treffsicheren Würfe aus der Distanz längst herumgesprochen. Ihre Qualitäten bewies sie unter anderem im Rückspiel gegen Freiburg. Zum ersten Mal schickte sie Trainer Marek Piotrowski für sechs Minuten aufs Parkett. Laura zahlte das Vertrauen zurück: Mit vier Punkten, einem Steal und zwei Rebounds verließ sie das Spielfeld.

Erst Profispielerin – dann Lehrerin

„Ich bin natürlich sehr froh und stolz, dass mir der Trainer schon so früh dieses Vertrauen schenkt und ich diese Erfahrungen sammeln kann“, sagt die 18-Jährige, die fast täglich in der Sporthalle der Gesamtschule Mont-Cenis anzutreffen ist. Und wenn es nach der Nummer vier im Trikot des HTC geht, soll sich daran auch so schnell nichts ändern. Sie will Profi-Basketballspielerin werden und das mit einem Lehramtsstudium unter einen Hut bekommen. Die Zukunft nach dem Sport will sie also nicht aus den Augen verlieren und hat dabei ein gutes Vorbild in den eigenen Reihen: „Ich will es so machen wie Emina. Sie hat bewiesen, dass man es schaffen kann.“

Text: Michael Paternoga