Mobilitätssalon

Ideen für den Fuß- und Radverkehr

1. Juli 2026 | Gesellschaft
Die Veranstaltung fand im Stadt Forum an der Bahnhofstraße statt. Foto: Tobias Kindel, Stadt Herne

Peter Sternemann, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Tiefbau und Verkehr, begrüßte die Anwesenden: „Es geht darum, einen moderneren, nachhaltigeren und flexibleren Verkehrsraum mit einem größeren Mobilitätsangebot zu schaffen. Sie als Bürgerinnen und Bürger können heute hier ihre Erfahrungen einbringen. Gerade beim Fußverkehr ist ihre unmittelbare Ortskunde für uns sehr wichtig, um Ideen und Anregungen auch aufgreifen zu können.“

Zusammenhängende Verkehrsnetze 

Im Anschluss stellte Philipp Böhme von der IGS Ingenieurgesellschaft Stolz mbH aus Neuss den aktuellen Stand der Planungen vor. Die IGS bearbeitet zusammen mit der DialogWerke GmbH aus Hamburg und der P.3 Agentur für Kommunikation und Mobilität GmbH aus Köln das Nahmobilitätskonzept. Bei diesem steht die Alltagsmobilität der Menschen in Herne im Mittelpunkt. Entwickelt werden zusammenhängende Verkehrsnetze für den Fuß- und Radverkehr, die wichtige Ziele des täglichen Lebens miteinander verbinden – etwa Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Bildung oder Freizeit. So sollen sichere, komfortable, schnelle, barrierefreie und nachhaltige Wege für alle Bevölkerungsgruppen in Herne entstehen.

  • Eindrücke vom Mobilitätssalon. Foto: Tobias Kindel, Stadt Herne

Dabei wird die Öffentlichkeit beteiligt, um die Erfahrungen der Herner Bevölkerung mit Nahmobilität in den Planungsprozess aufnehmen zu können. Die Teilnehmenden des Mobilitätssalons konnten auf vier großen Karten der einzelnen Stadtbezirke Wanne, Eickel, Herne-Mitte und Sodingen mit kleinen Fähnchen Punkte markieren, an denen sie Verbesserungen sehen oder wo Mobilität schon gut funktioniert. Da ging es ganz konkret um fehlende Querungsmöglichkeiten für Radfahrende und Fußgänger*innen an einer bestimmten Haltestelle. Um schlechte Sichtachsen an einer Vorfahrtsstraße in Herne-Mitte. Oder um einen Radweg, der durch Baumwurzeln Buckel aufweist. Aber auch um eine Fußgängerampel, die zügig funktioniert. Am Ende der Arbeitsphase waren die Karten gespickt mit vielen Fähnchen. Diese Ergebnisse werden in den weiteren Planungsprozess einbezogen, versprach Peter Sternemann den Teilnehmenden in seinem Schlusswort.

Auftakt zur Öffentlichkeitsbeteiligung im Internet

Der jetzige Mobilitätssalon war gleichzeitig auch der Startschuss für die Online-Beteiligung, die am 29. Juni gestartet ist, und am Sonntag, 26. Juli 2026, enden wird. Die Beteiligungsplattform ist unter mitmachen.herne-mobil.de zu erreichen.

Was ist die Mobilitätswende?

Das Nahmobilitätskonzept ist in die Mobilitätswende eingebunden. Deren Ziel ist es, allen Menschen in Herne mehr Auswahl und bessere Möglichkeiten zu bieten, sich flexibel und klimafreundlich durch die Stadt zu bewegen. Zentrale Fragen dabei sind: Wie bewegen sich die Bürger*innen künftig durch die Stadt? Und welche Verkehrsmittel nutzen sie dabei? Wie kann der öffentliche Raum so gestaltet werden, dass er für alle funktioniert? Mehr Informationen dazu gibt es unter www.herne-mobil.de.