Kommunalwahl

Dritte inherne-Frage: Politiker antworten

16. Mai 2014 | Gesellschaft

Den Politikern und der Politikerin wird jeweils einmal pro Woche eine Frage gestellt.

16. Mai 2014

Hier ist unsere dritte Frage:

Viele Städte haben mit einem Image zu kämpfen, das wenig mit den tatsächlichen Verhältnissen in der Kommune zu tun hat. Solchen falschen Bildern wird oft mit Imagekampagnen begegnet. Unterstellt, Herne würde eine solche Kampagne führen: Welche Stärken sehen Sie in der Stadt und wie würde dann "Ihre" Kampagne lauten?

Die Antwort von Dr. Frank Dudda (SPD):

Das Thema der Kampagne würde lauten: "Herne mittendrin in der pulsierenden Metropole Ruhrgebiet". Besondere Stärken von Herne sind die zentrale Lage sowie die guten verkehrstechnischen Anbindungen über Schiene, Straßen und Wasser.

Die Antwort von Dorothea Schulte (Bündnis 90/Die Grünen):

Herne hat Platz: Wohnen in Herne, Studium in Bochum, Oper in Essen, Bundesliga auf Schalke und in Dortmund, chillen am Kanal von Wanne-Eickel. Besuchen Sie das Archäologische Museum, den Mondpalast und die Flottmann Hallen. Für Sie haben wir immer noch ein Plätzchen frei, für Ihre Kinder auch: Herne hat eine Quote in der Kindertagesbetreuung, von der München oder Münster nur träumen können.

Die Antwort von Thomas Bloch (FDP):

Unserer Ansicht nach muss die Stadt nicht nur außerhalb der Stadtgrenzen besser kommuniziert werden. Auch das Selbstbewusstsein der Herner muss gestärkt werden. Diese Gedanken haben uns dazu verleitet, unseren Wahlkampf unter dem Motto „Herne lebenswert!“ zu führen. Stärken, die in Szene gesetzt werden müssen sind die gute Lage der Stadt (im Herzen des Ruhrgebiets), die preisgünstige Wohnmöglichkeiten, Kulturangebote und kulturelle Besonderheiten, die die Stadt auszeichnen.

Markus Schlüter (CDU) hat diesmal keine Antwort zur Verfügung gestellt.

9. Mai 2014

Hier ist unsere zweite Frage:

Düsseldorfs OB Dirk Elbers hat im Kommunalwahlkampf gesagt, dass er im Ruhrgebiet "nicht mal tot überm Zaun hängen" will. Vielen Düsseldorfern und nahezu allen Bewohnern des Ruhrgebiets geht es da ganz anders: Sie leben gerne hier und haben auch ihren Lieblingsplatz im Revier. Was ist Ihr liebster Ort in Herne und warum ist er es?

Die Antwort von Dr. Frank Dudda (SPD):

Der Revierpark Gysenberg, weil man hautnah und direkt alle Jahreszeiten spüren und erleben kann und auch Kinder ihre Freude haben. Besonders Winterspaziergänge empfehlen sich.

Die Antwort von Markus Schlüter (CDU):

In Herne gibt es viele Lieblingsorte - einer davon ist der Biergarten "Unser-Fritz-Outdoor" an der Künstlerzeche. Hier treffen sich Künstler, Fahrradfahrer, Hernerinnen und Herner und betrachten auf selbstgebauten Sitzgelegenheiten im Schatten der Fördermaschinenhalle die vorbeifahrenden Schiffe auf dem Rhein-Herne-Kanal - insbesondere zur 100 Jahr Feier des Rhein-Herne-Kanals ein Geheimtipp.

Die Antwort von Dorothea Schulte (Bündnis 90/Die Grünen):

Mein liebster Ort in Herne ist mein Garten in Röhlinghausen. Hier kann ich von der Arbeit und der Politik ausruhen. Besonders freue ich mich darüber, dass kein CDU-Oberbürgermeister tot über meinem Zaun hängt.

Die Antwort von Thomas Bloch (FDP):

Am schönsten ist, wo man zu Hause fühlt! Es gibt viele schöne Ecken in Herne, die ich mit so viele schöne Momente verbinde. Einer davon ist der Revierpark Gysenberg. Es gibt nichts Schöneres als ein Stückchen Natur. Man kann vorübergehend abschalten, Alltagsprobleme erscheinen einem nichtig und man kann sich auf das Wesentliche im Leben konzentrieren- nämlich die Liebsten Menschen, die zu einem stehen- und sich selbst Momente der Entspannung gönnen.

 

2. Mai 2014

Unsere Serie beginnen wir mit folgender Frage:

Der Stadtrat in Bocholt hatte die Idee, wegen der leeren Kassen als Tippgemeinschaft Lotto zu spielen. Stellen Sie sich vor, Herne hätte 3 Millionen Euro im Lotto gewonnen, die Sie frei einsetzen dürfen. Was machen Sie damit?

Die Antwort von Dr. Frank Dudda (SPD):

Zunächst würde ich die Schulen und soziale Infrastruktur der Stadt stärken. Einzurichten wäre ein Fonds für besonders dringliche Schulsanierungen. Zudem müssten Beiträge zur Absicherung der Schulsozialarbeit verwendet werden. Weiterhin würde ich eine Qualifizierungskonferenz verstetigen, die sich kontinuierlich einer Verbesserung der Qualifikation im Ausbildungs- und Arbeitsmarktbereich widmet. Schlussendlich würde ich einen Betrag einsetzen, um den Sportvereinen Zuschüsse für den Spitzensport zu gewähren.

Die Antwort von Markus Schlüter (CDU):

Altlastentilgung!

Die Antwort von Dorothea Schulte (Bündnis 90/Die Grünen):

Ich würde mit dem Scheck über die drei Millionen Euro persönlich nach Arnsberg zur Bezirksregierung fahren, um damit zur Haushaltskonsolidierung beizutragen. Damit würden andere Maßnahmen, wie zum Beispiel eine Erhöhung der Grundsteuer B, die alle Hauseigentümer und Mieter trifft, überflüssig. Sollte die Bezirksregierung auch mit zwei Millionen zufrieden sein, würde ich mit dem restlichen Geld die Fortführung der Schulsozialarbeit finanzieren.

Die Antwort von Thomas Bloch (FDP):

 Als erstes würden wir in die Sanierung von schulischen Gebäuden investieren. Das hat für uns äußerste Priorität angesichts des schlechten Zustands von vielen Schulen. Darüber hinaus werden wir ein Teil des Geldes für den Ausbau von Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote vor Ort einplanen. Solche Investitionen lohnen sich sowohl kurzfristig als auch langfristig. Die Jugendsozialarbeit vor Ort muss auch dringend finanziell unterstützt werden. Das würde dann auch auf unsere Agenda stehen.