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Intensiver Austausch beim Markt der Möglichkeiten

Interessante Gespräche, ein großer Informationsaustausch und intensives Netzwerken – mit diesen Worten lässt sich am besten beschreiben, wie der Markt der Möglichkeiten im Stadtteilzentrum Pluto über die Bühne ging.

Denn kaum hatte Bürgermeister Erich Leichner nach einer Gesangseinlage von Musiker Michael Völkel die Ehrenamtsbörse offiziell eröffnet, da wechselten schon die ersten Flyer und Visitenkarten die Besitzer. „Ich will mich einfach inspirieren lassen und schauen, was ehrenamtlich so möglich ist. Früher als die Kinder noch klein waren, habe ich mich in der Schule und im Fußballverein engagiert. Jetzt habe ich wieder Zeit und möchte mich einbringen”, sagte eine Frau aus Herne-Süd vor ihrer ersten Runde vorbei an den 30 Ständen. Es sind genau solche Kandidatinnen und Kandidaten, für die der Markt der Möglichkeiten geschaffen wurde. Leichner brachte es auf den Punkt: „Das Interesse und die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, ist weiterhin groß. Daher ist diese Informationsbörse eine hervorragende Gelegenheit, sich über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zu informieren.”

Begleitung beim Spaziergang

Infos aus erster Hand gab es nicht nur von den Organisatoren rund um Martina Wisnewski (Eine-Welt-Zentrum), Monika Staszczak (Caritasverband) sowie Beate Tschöke und Rainer Bodenschatz (beide Ehrenamtsbüro). Auch zahlreiche Organisationen und Verbände präsentierten ihre Einsatzstellen, so wie zum Beispiel auch die Mitarbeiter des Wittekindshofs. „Aktuell engagieren sich zwölf Ehrenamtliche bei uns. Aber wir können noch jede helfende Hand gebrauchen, wobei die Einsatzstellen sehr unterschiedlich sind. Von der Unterstützung unserer Mitarbeiter bis hin zu der Begleitung beim Spaziergang ist vieles möglich”, betonte Tobias Rahe.

  • Musiker Michael Völkel in seinem Element. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Was ein Ehrenamtlicher mitbringen muss, um beim THW glücklich zu werden, konnte Philipp Bürgener bestens erklären. Kein Wunder: „Ich bin beim THW seit 19 Jahren ehrenamtlich aktiv”, sagte der ehemalige Fachgruppenleiter Beleuchtung, der inzwischen für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Und in dieser Funktion rührte er kräftig die Werbetrommel. „Es ist einfach ein schönes Gefühl anderen Menschen zu helfen”, berichtete Bürgener, der sich noch gut an die Dankbarkeit der Menschen erinnert, als er zum Beispiel 2013 in Schönebeck an der Elbe gegen das Hochwasser ankämpfte.

Besucherzahlen gesteigert

Bis nach Sachsen-Anhalt muss aber niemand mehr ausrücken, um sich ehrenamtlich einzubringen. Der Markt der Möglichkeiten zeigt, auch in Herne gibt es viele Einsatzstellen. Umso schöner ist es, wenn sich durch so eine Veranstaltung weitere Menschen für ein Ehrenamt entscheiden. „Natürlich hätten wir gerne noch den einen oder anderen Interessierten mehr willkommen geheißen, insgesamt sind wir aber sehr zufrieden. Die Besucherzahlen gegenüber dem vergangenen Jahr haben wir gesteigert. Auch die dritte Auflage war somit ein Erfolg”, zogen Beate Tschöke und Rainer Bodenschatz vom städtischen Ehrenamtsbüro ein positives Fazit. Das galt übrigens auch für die Frau aus Herne-Süd, die anfangs erwähnt wurde. Nach ihrer Runde sagte sie: „Ich bin fündig geworden. Ich werde mich beim Weißen Ring engagieren. Sich für andere Menschen einsetzen, das ist eine Aufgabe, die mir Freude bereiten wird …”