Interkulturelles Väterfest
Die Abschlussveranstaltung des Projektes „Echte Väter“ hat am Samstag, 13. Dezember 2025, im Circus Schnick-Schnack stattgefunden. Dazu eingeladen hatte der Fachbereich Integration der Stadt Herne. Zu den Teilnehmenden gehörten mehr als 140 Väter und ihre Familien aus 19 Vätergruppen sowie Josefine Paul, Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW, und Stadtrat Andreas Merkendorf.
Der Fachbereich Integration der Stadt Herne präsentierte seine Angebote. Foto: Frank Dieper, Stadt Herne.
Gemeinsam spiegelten die Teilnehmenden eine große kulturelle Vielfalt wider und machten das Fest zu einem lebendigen Zeichen gelebter, interkultureller Väterarbeit.
In ihren Grußworten würdigten Ministerin Josefine Paul und Stadtrat Andreas Merkendorf insbesondere die große landesweite Anerkennung der interkulturellen Väterarbeit in Herne. „Wenn Väter sich engagieren, profitieren Kinder, Familien und die gesamte Gesellschaft. Das Projekt ‚Echte Väter‘ macht dieses Engagement sichtbar und zeigt, wie Vielfalt als Stärke gelebt werden kann“, so Andreas Merkendorf.
Und Josefina Paul stellte fest: „Väter haben einen großen Einfluss darauf, welche Werte ihre Kinder entwickeln und wie sie etwa mit Konflikten umgehen. Eine aktive, zugewandte Vaterrolle stärkt Kinder und Familien. Mit dem Projekt ‚Echte Väter‘ geht die Stadt Herne seit 2007 als Pionierin voran. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie interkulturelle Väterarbeit gelingen kann und trägt dazu bei, tradierte Rollenbilder zu hinterfragen. ‚Echte Väter‘ gilt mittlerweile als Modellprogramm in Nordrhein-Westfalen und wird von anderen Kommunen erfolgreich adaptiert, denn es stärkt Familien, fördert Teilhabe und setzt landesweit wichtige Impulse in der Präventionsarbeit.“
Während die anwesenden Väter im weiteren Verlauf der Veranstaltung an einem wissenschaftlichen Impulsvortrag zur kultursensiblen Väterarbeit von Prof. Dr. Haci Halil Uslucan, Leiter des Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) an der Universität Duisburg-Essen, teilnahmen, konnten die versammelten Kinder das vielfältige Mitmach- und Spielangebot des Circus Schnick-Schnack nutzen. Damit war sowohl Raum für fachlichen Austausch als auch für gemeinsame Erlebnisse geschaffen.
Nach Ende des offiziellen Teils und der Mittagspause setzte sich das bunte Bühnenprogramm mit musikalischen Beiträgen und Theaterstücken fort. Besonders eindrucksvoll: Die Darbietungen wurden gemeinsam von Vätern und ihren Kindern vorbereitet und aufgeführt. Mit viel Engagement und Freude zeigten sie ihre kreativen Potenziale und stärkten dabei sichtbar ihre Beziehung zueinander.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig und wirkungsvoll interkulturelle Väterarbeit ist – für Familien, für Kinder und für ein gelingendes Miteinander in der Stadtgesellschaft.











