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Internationale Experten im Rheumazentrum Ruhrgebiet

Ärztlicher Direktor des Rheumazentrums Ruhrgebiet ist weltweit anerkannt

Auch das Rheumazentrum kann besucht werden. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Gichtexperten aus der ganzen Welt trafen sich jetzt im Rheumazentrum Ruhrgebiet in Herne, um internationale Empfehlungen für eine zielgerichtete Therapie zu entwickeln.

Organisiert wurde dieses Treffen von Prof. Dr. Jürgen Braun, Ärztlicher Direktor des Rheumazentrums Ruhrgebiet und selbst anerkannter Gichtexperte.

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Prof. Dr. Jürgen Braun, Ärztlicher Direktor des Rheumazentrums Ruhrgebiet

Plötzlich auftretende heftige Gelenkschmerzen an Zehen, Daumen, Sprung- oder Kniegelenk in frühen Morgenstunden und teigig angeschwollene, rot und blau verfärbte Gelenke – Gichtanfälle treten meist ohne Vorwarnung bei scheinbar gesunden Menschen auf. „Die Behandlung von Gicht ist für Experten in der Regel einfach und klar: in jedem Fall muss der Harnsäurespiegel niedrig gehalten werden – und zwar unter einer definierten Schwelle. Oft steht dies in der Praxis jedoch nur so lange im Fokus, wie der Anfall anhält. Danach wird der Harnsäurespiegel oft nicht beachtet“, erklärt Prof. Dr. Braun. „Wir wollen erreichen, dass ein dauerhaft niedriger Harnsäurespiegel zum Standard wird – dazu gehört, dass der Wert regelmäßig gemessen und ggf. die Harnsäure-senkende medikamentöse Therapie angepasst wird.“

Fachleute aus USA, Mexiko und vielen anderen Ländern

Für dieses Vorhaben sichteten und bewerteten die Experten, die aus den USA, Mexiko, England, Frankreich, Spanien, Deutschland und Japan angereist waren, systematisch die Literatur zum Thema Gicht. Vorbereitet wurde dies durch Dr. Uta Kiltz, Oberärztin des Rheumazentrum Ruhrgebiet. Aus der St. Elisabeth Gruppe – Katholische Kliniken Rhein-Ruhr war auch Prof. Dr. Timm Westhoff, Direktor der Medizinischen Klinik I des Marien Hospital Herne – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum, als Nephrologe aktiv beteiligt. Das wichtigste Ziel der Veranstaltung war es, aus den Ergebnissen der Literatursuche und den eigenen Erfahrungen einen Standard für die Behandlung von Gicht festzulegen – letztlich auch, um Hausärzte und niedergelassene Rheumatologen bei der Behandlung von Gichtpatienten zu unterstützen.

Gefördert wird das Projekt von der Fachgesellschaft DGRh (Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie), da parallel die deutsche Leitlinie zum Management der Gicht erarbeitet wird. Die Reise- und andere Kosten wurden mit Unterstützung der pharmazeutischen Industrie beglichen. „Von der Initiative erhoffen wir uns, dass sie zur weltweiten Verbesserung der Gichtbehandlung beiträgt“, so die Rheumatologen aus Herne.

Weltweit anerkannter Rheumatologe arbeitet in Herne

Prof. Dr. Jürgen Braun ist bereits seit 15 Jahren Ärztlicher Direktor des Rheumazentrum Ruhrgebiet und international als Rheumatologe anerkannt und geschätzt. Er zählt laut dem Laborjournal, einem Service-Magazin für Medizin und Biowissenschaften, mit über 500 Pub-likationen zu den fünf meist zitierten Rheumatologen deutschlandweit. Entsprechend ist er einer von den zehn weltweit am meisten anerkannten Experten auf dem Gebiet der Spondylo-arthritiden, wodurch er national und internatonal sehr häufig zu Vorträgen eingeladen wird.