Fidena 2026

Internationales Figurentheater Festival

31. März 2026 | Kultur
 „What's wrong with people“ wird in den Flottmannhallen gezeigt. Foto: Krischan Ahlborn, Fidena

Die erste Ausgabe unter der neuen Leitung von Helene Ewert und Christofer Schmidt versammelt 28 Produktionen aus 16 Ländern, darunter eine Uraufführung, acht Deutschlandpremieren, eine englischsprachige Erstaufführung und eine Koproduktion.

Lebensgroße Eis-Marionetten

Zur Eröffnung wird es poetisch-spektakulär: Die französische Compagnie Théâtre de l’Entrouvert erzählt in ihrem Stück „The Waves“ vom Kreislauf von Leben und Tod – und verwendet dafür lebensgroße Eis-Marionetten. Die vor Ort aufwendig hergestellten Figuren werden während der Vorstellung zerbrechen und zerschmelzen. Das eindrückliche Theaterereignis ist in den Kammerspielen am Schauspielhaus Bochum zu sehen.

Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Umwelt

Ein weiterer Höhepunkt ist das Sonderprogramm „Vom Unterwegssein der Dinge“. Das neue Leitungsduo legt in seiner ersten Ausgabe einen Fokus auf das Thema Logistik. Dazu haben sie die Theaterserie „TRANSPORT“ eingeladen: sechs Stücke aus Slowenien, Polen, Estland, Litauen und Tschechien sind zum ersten Mal in Deutschland zu Gast. Mithilfe von Miniaturfiguren aus dem 3D-Drucker befasst sich die Serie mit den Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Umwelt. Die einzelnen Teile zeigt das Festival in Bochum, Herne und auf dem Gelände des UNESCO Welterbes Zollverein.

  • „The Waves" im Schauspielhaus Bochum. Foto: Damien Bourletsis

Geschichte einer Ausnahmesituation

Was passiert, wenn in einem High-Tech-Logistikzentrum plötzlich der Strom ausfällt? Die Uraufführung „Every Second of Downtime“ des britischen Künstlers Ant Hampton führt das Publikum durch einen extra produzierten Bildband, der in Verbindung mit Sound die Geschichte einer Ausnahmesituation erzählt. Diese Auftragsarbeit für Fidena wird Teil einer Buchreihe, die auf internationalen Festivals zu erleben ist.

Spaß im Vordergrund

Neben politischen Stoffen sind natürlich auch Stücke vertreten, bei denen der Spaß im Vordergrund steht. In „Die Welt ist ein Würstelstand“ nimmt das Schubert Theater das Pott-Publikum hinein ins tiefste Wien. Was soll man mit der zweiten Wursthälfte machen, wenn der Partner verstorben ist? Resi Resch, die herzlich-grantige Imbissbetreiberin, hat auf alles eine (musikalische) Antwort.

Programm und Karten

Gerahmt werden die Vorstellungen durch Workshops, Talks, Partys und ein Kurzfilmprogramm. Infos und Karten zu allen Veranstaltungen gibt es unter www.fidena.de.