Fit im Job

Job-Infobörse für Frauen

28. Februar 2020 | Gesellschaft

„Wir haben im Vorfeld 150 Anmeldungen für die Börse gehabt, allerdings sind viele Frauen auch einfach so zu uns gekommen“, sagte Ulrike Hammerich vom Büro für Gleichstellung und Vielfalt der Stadt Herne. 16 Institutionen und zehn Unternehmen haben sich in den Flottmann-Hallen den interessierten Frauen vorgestellt. Darunter die St. Elisabeth-Gruppe, die Caritas, die Emschergenossenschaft, Entsorgung Herne und die Stadt Herne. „Einige der Firmen bieten sogar eine Ausbildung in Teilzeit an, falls die Frauen aus familiären Gründen nicht anders können“, sagte Hammerich. Mehr Informationen dazu gibt es bei ihr unter Telefon 0 23 23 / 16 35 82 oder per E-Mail an ulrike.hammerich@herne.de. Hier kann auch ein ausführlicher Beratungstermin zur beruflichen Entwicklung vereinbart werden.

  • Bei der Job-Infobörse für Frauen. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Maike Berninghaus vom Fachbereich Personal und Zentraler Service freute sich über das hohe Interesse an der Stadtverwaltung als Arbeitgeberin. „Meine Kollegin Gesa Hagen und ich haben am Vormittag schon rund zwanzig Gespräche geführt. Die Besucherinnen wollten Informationen zu aktuellen Stellenausschreibungen und dazu, welche Ausbildungsplätze wir bei der Stadt anbieten. Sie wollten wissen, welchen beruflichen Hintergrund man haben muss, um sich bei uns bewerben zu können. Außerdem stellten sie Fragen zum Wiedereinstieg und zu Karrierechancen.“ Aktuell sucht die Stadt Sozialarbeiterinnen, Betriebswirtinnen, Bibliothekarinnen und Fachangestellte für das Bibliothekswesen sowie Ingenieurinnen unterschiedlichster Fachrichtungen. Zu den aktuellen Stellenangeboten der Stadt Herne geht es hier.

Esther-Maria Sondermann von der Agentur für Arbeit Bochum hält die Situation auf dem Arbeitsmarkt für Frauen, die wieder in die Arbeit einsteigen wollen, generell für gut. „Es ist immer die Frage, wie flexibel man ist. Die Flexibilität beinhaltet die Bereitschaft zur Weiterbildung oder auch die Bereitschaft den Beruf zu wechseln. Gerade im Gesundheitswesen und in der Pflege werden Mitarbeiterinnen gesucht, hier gibt es eine große Nachfrage und Chancen zum Einstieg.“ Herne ist das Logistik-Drehkreuz im Ruhrgebiet. Auch hier böten sich den Frauen viele Chancen, so Sondermann. „Ich kenne Frauen, die sagen, LKW- oder Busfahren ist für mich eine Alternative. Als Beispiel seien die Wanner-Herner-Eisenbahn, der Logistiker Duvenbeck  und die HCR genannt.“ Die Agentur für Arbeit lädt regelmäßig zu Infoveranstaltungen ein, zu den Terminen geht es hier.

Patrick Mammen