Kulturbiennale

Manifesta 16 Ruhr präsentiert Künstler*innen

27. März 2026 | Kultur
In der St. Josef Kirche in Gelsenkirchen wurden Teile des Konzeptes vorgestellt. Foto: Tobias Kindel, Stadt Herne

Die Manifesta findet vom 21. Juni bis zum 4. Oktober 2026 in Essen, Bochum, Gelsenkirchen und Duisburg statt und entfaltet sich in zwölf ehemaligen oder leerstehenden Kirchengebäuden. Sie bringt mehr als 100 Teilnehmende, Kreative, Kollektive sowie vielfältige Vermittlungsprojekte zusammen, die tief in den lokalen Gemeinschaften des Ruhrgebiets verwurzelt sind.

Auch Herne ist Teil der Kulturbiennale

Im Rahmen des Open Calls „This is not a church“ wurden zudem 16 Projekte ausgewählt, die in den Städten Dortmund, Herne, Mülheim an der Ruhr, Marl, Bottrop, Essen, Bochum, Gelsenkirchen, Duisburg und Oberhausen im Rahmen des Manifesta16 Ruhr+ Programmes realisiert werden.

Kulturevent von europäischem Rang

Auf der Pressekonferenz betonte Dr. Frank Dudda, Aufsichtsratsvorsitzender der Manifesta 16 Ruhr, Vorsitzender des Ruhrparlaments und Oberbürgermeister der Stadt Herne, dass „es wichtig sei zu sehen, dass die Kultur Kraft geben kann.“ Die Voraussetzungen jedenfalls seien geschaffen, so Dr. Frank Dudda weiter: „Es ist ein kostenloses Kulturevent von mindestens europäischem Rang und es liegt an uns, deutlich zu machen, dass unsere Städte Metropolen sind, die ausstrahlen können.“

Kostenfrei zugänglich

Die Manifesta 16 Ruhr wird vollständig kostenfrei und ohne Ticketgebühren stattfinden, um sicherzustellen, dass die neu geschaffenen Orte der Kultur und Begegnung wirklich offen und für alle zugänglich sind.

  • Zum Konzept gehört die Transformation von zwölf ehemaligen Kirengebäuden in Räume der Gemeinschaft. Foto: Tobias Kindel, Stadt Herne

Herne mit Projekt Teil des Manifesta+-Programmes

Für Herne bringen die Pottporus gGmbH mit der Jugendkunstschule und dem Herner Künstlerbund ein Projekt ein, das künstlerische Praxis, soziale Teilhabe und urbane Transformation zusammenführt. Im Zentrum von „Catch the Light – build bridges“ (auf Deutsch: „Fang das Licht – bau Brücken“) steht die Christuskirche in der Wanner Innenstadt mit ihrem Umfeld. Sie wird am 18. und 19. September 2026 zu einem offenen Labor für Kunstformen wie Tanz, Literatur und Lichtkunst. Gleichzeitig entsteht ein Begegnungsraum für Nachbarschaft, Jugend und internationale Stadtgesellschaft. Zudem wird es ein kostenfreies Picknick mit zahlreichen künstlerischen Programmpunkten und Mitmachangeboten geben.

Christuskirche Wanne wird interkulturellen Treffpunkt

Das Herner Projekt wurde von der Pottporus gGmbH gemeinsam mit zahlreichen lokalen Partner*innen entwickelt. Es zeigt, wie offen gestaltete kulturelle Räume neue Allianzen im Stadtteil schaffen können. Die Christuskirche Wanne wird von einem traditionell religiösen Ort zu einem interkulturellen Treffpunkt und zu einem sichtbaren Symbol für demokratische Teilhabe.

Das ist die Manifesta

Die Manifesta ist eine europäische Biennale für zeitgenössische Kunst. Sie wurde Anfang der neunziger Jahre gegründet, um künstlerische Antworten auf gesellschaftliche Entwicklungen in Europa zu erproben. Alle zwei Jahre findet sie in einer anderen Stadt statt. Die Gastgeberregion wird dabei zum Labor für neue Formen urbaner Kultur und partizipativer Prozesse. Für die 15. Ausgabe waren 2024 die Stadt Barcelona und zehn weitere Städte in Katalonien Gastgeberregion.

Erstmals im Ruhrgebiet

In diesem Jahr wird die Manifesta erstmals im Ruhrgebiet realisiert. Die Region stellt von Juni bis Oktober ihre Transformationskraft unter Beweis. Die Biennale versteht das Ruhrgebiet als zusammenhängenden urbanen Raum und ruft Kommunen, Institutionen und Initiativen dazu auf, gemeinsam an Zukunftsfragen zu arbeiten. Nachhaltigkeit, Migration, soziale Transformation und neue Formen von Gemeinschaft stehen im Mittelpunkt.