Meilenstein fürs Miteinander: Eröffnung des Inklusionsspielplatzes an der Overwegstraße
Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda hat am Donnerstag, 10. September 2026, im Rahmen eines großen Eröffnungsfestes den neuen Inklusionsspielplatz an der Overwegstraße offiziell freigegeben. Die rund eine Million Euro teure Anlage setzt im Rahmen des Stadtumbaus Herne-Mitte ein starkes Zeichen für gesellschaftliche Teilhabe. Ab sofort spielen hier Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigungen barrierefrei miteinander.
Ein besonderer Blick auf den neuen Spielplatz an der Overwegstraße. Foto: Thomas Schmidt/Stadt Herne
Der bisherige Spielplatz entsprach nicht mehr den modernen Anforderungen an Attraktivität und Aufenthaltsqualität. Dank seiner zentralen Lage im Quartier und der engen Anbindung an soziale und kulturelle Einrichtungen bot sich das Areal ideal als inklusiver Treffpunkt an. „Wir haben einen Raum für echtes Miteinander geschaffen“, betonte das Stadtoberhaupt bei der Eröffnung. „Das gemeinsame Erleben von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung, über alle Generationen und Kulturen hinweg, stärkt den Zusammenhalt in unserer Stadt. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie moderne Stadtentwicklung und gelebte Inklusion Hand in Hand gehen. Wir sind und bleiben eine starke Gemeinschaft.“
Das Konzept basiert auf einer intensiven Beteiligung im Jahr 2022. Über Online-Formate und eine Ideenbox vor Ort brachten Kinder aus dem Quartier und verschiedenen Schulen ihre Wünsche ein. Entstanden ist unter dem Leitthema „Tiere“ eine abwechslungsreiche Spiellandschaft, die sich in eine „Meereswelt“ mit einem großen blauen Wal, eine abenteuerliche „Safari-Landschaft“ mit einer barrierefreien Großspielanlage und einen speziell auf Kleinstkinder ausgerichteten „Bauernhof“ unterteilt. Die Spielgeräte wurden von der Firma Kompan GmbH entwickelt und installiert.
Die barrierefreie Erschließung stand bei der siebenmonatigen Bauzeit von Februar bis August 2026 durch die Firma „HerWe Garten- und Landschaftsbau GmbH“ im Fokus. An den Eingängen und in der Mitte des Platzes gibt es Linien und Felder am Boden, die sehbehinderte Menschen mit den Füßen oder einem Stock spüren können. Haptische Übersichtspläne in Braille-Schrift helfen seheingeschränkten Gästen bei der Orientierung. An drei Standorten ermöglichen Kommunikationstafeln mit Symbolen eine Verständigung auch bei eingeschränkten Sprachfähigkeiten. Die Infrastruktur überzeugt zudem mit zwei neuen Behindertenstellplätzen an der Hiberniastraße, drei Lastenfahrrad-Parkplätzen, elf Fahrradbügeln und sechs Rollerständer. Neun neu gepflanzte Bäume spenden Schatten, drei weitere folgen im Herbst. Ein in Kooperation mit Gelsenwasser errichteter Trinkwasserbrunnen sorgt für Erfrischung. Zudem öffnet die benachbarte Musikschule ihre Toiletten für die Spielplatzgäste.
Die feierliche Eröffnung wurde von zahlreichen Akteur*innen aus dem Stadtteil gestaltet. Musikalisch eingerahmt wurde die Rede des Oberbürgermeisters von den „Kellerkrachern“, der inklusiven Schulband der Förderschule Forellstraße, in einem Gemeinschaftsprojekt mit der Musikschule Herne. Zahlreiche Kinder und Jugendliche der Robert-Brauner-Schule, der Förderschule Forellstraße sowie der Kita und des Familienzentrums Regenkamp belebten die neuen Spielflächen bereits während des Festes.
Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund eine Million Euro. Realisiert wurde das Städtebauförderprojekt im Rahmen des Stadtumbaus Herne-Mitte, getragen zu 80 Prozent durch Mittel von Bund und Land NRW sowie zu 20 Prozent durch den Eigenanteil der Stadt Herne.
















