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Modernste Wohnungen Am Westbach

WHS will acht Wohngebäude neu bauen

Die Wohnungsgenossenschaft Herne-Süd (WHS) plant 117 neue Wohnungen in der Straße am Westbach zu bauen. Alte Wohnungen, die nicht mehr dem aktuellen Standard entsprechen, müssen dafür weichen. Am Freitag, 22. Februar 2019, stellten Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und Klaus Karger, Vorstandsvorsitzender der WHS, die Pläne im Rathaus Herne vor.

  • Moderne Wohnungen inmitten von Grünflächen plant die WHS. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Deutlich mehr Wohnraum

„Das ist ein Quantensprung in der Stadtentwicklung. Es ist ein großstädtischer Entwurf, der Herne ein anderes Gepräge gibt“, lobte Dr. Dudda die Baupläne. Acht Gebäude mit 117 Wohnungen möchte die WHS ab 2020 errichten lassen. Rund 9300 Quadratmeter Wohnfläche sollen es sein, unterteilt in Einheiten ab 50 Quadratmetern. Aber auch größere Einheiten mit drei oder mehr Zimmern und über 100 Quadratmetern sind vorgesehen.

Energiesparend und barrierefrei

„Seit 2014 haben wir uns Gedanken über dieses Projekt gemacht“, erklärt Klaus Karger. „Wir haben uns für einen Neubau entschieden, anstatt die bisherigen Wohnungen zu modernisieren, weil das zu aufwändig wäre und die Grundrisse nicht mehr zeitgemäß sind.“ Die derzeitigen Gebäude der WHS am Westbach stammen aus den Jahren um 1930 und um 1950 herum und haben zum Teil feuchte Keller und haben sehr kleine Wohnungen, die nicht mehr gefragt seien. 4800 Quadratmeter Wohnraum sollen ab 2020 abgerissen und durch barrierefreie und energiesparende Entwürfe ersetzt werden.

  • ©Tor5-Architekten, Bochum

Den sozialen Aspekt im Blick

Ein Teil der Wohnungen am Westbach sei schon leergezogen, so Karger. Die übrigen Mieter sollen andere Wohnungen in der Nähe angeboten bekommen. „Wir wollen niemanden rausklagen, sondern gute Lösungen für die Familien finden“, so Karger. Einige könnten ab Ende 2022 wieder in die neuen Gebäude einziehen, andere bekämen Angebote auch von anderen Wohnungsgesellschaften in Herne.

„Wichtig ist uns, dass wir den sozialen Aspekt berücksichtigen. 20 bis 25 Prozent der Wohneinheiten sollen geförderter Wohnungsbau sein.“ Für diesen gäbe es eine besondere Förderung vom Land. Die Miete sei mit höchstens 5,35 Euro pro Quadratmeter festgelegt. Die übrigen Wohnungen in dem Komplex sollen mehr als zehn Euro pro Quadratmeter kosten. Dafür soll es Grünflächen, Spielflächen und Parkhäuser darumherum geben. Mit Investitionen von 27 bis 30 Millionen Euro kalkuliert die WHS dafür.

Wertschätzung für Herne

Herfried Langer, der mit seinem Architekturbüro Tor5 die Pläne entwirft, sieht das Bauprojekt als gutes Zeichen für Hernes Entwicklung: „Mit Herne geht es aufwärts. Mit dem Energiekonzept werden wir Maßstäbe setzen. Und die höheren Mieten sind ein Zeichen dafür, dass Herne eine hohe Wertschätzung bekommt.“ Auch Baudezernent Karlheinz Friedrichs sieht einen neuen Anziehungspunkt in unmittelbarer Nähe zur U 35 entstehen. „Diese Wohnungen werden Menschen auch aus Bochum nach Herne ziehen. Die U 35 wird Menschen in die Stadt hineinbringen und nicht aus Herne hinaus.“ Außerdem würden die Wohnungen Energie sparen und den Anforderungen des städtischen Konzepts zur Klimaanpassung entsprechen.

Nina-Maria Haupt