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Monolithische Skulpturen von Enrique Asensi

Skulpturen und Objekte in den Flottmann-Hallen

Asensi in den Flottmannhallen. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Die Kooperationsausstellung „Duo” zeigt die Bandbreite des katalanischen Künstlers und Bildhauers Enrique Asensi zeitgleich an zwei Ausstellungsorten. Sowohl im Kunstmuseum Gelsenkirchen als auch in den Flottmann-Hallen werden seine beeindruckenden Skulpturen aus Naturstein und Corten-Stahl gezeigt.

Im Kunstmuseum der Nachbarstadt finden vor allem die kleineren Arbeiten, Zeichnungen und Wandbilder ihre Zuschauer. In der mit natürlichem Licht durchsetzten, ehemaligen Lehrwerkstatt der Flottmann-Hallen zeigt Asensi die großen Skulpturen und Objekte. Der Künstler arbeitet mit Natursteinen, gebrochen aus den jeweils ersten Schichten eines Granitblocks. Die Textur und die Farbigkeit stehen bei der Auswahl im Vordergrund. Die Natursteine werden mit Corten-Stahl-Elementen (korridiert schnell- aber rostet nicht durch) kombiniert und bilden einerseits eine monolithische Präsenz im Raum. Andererseits findet Asensi immer transzendente Ansätze, die Energie des Steins und des Stahls fast spielerisch zu unterbrechen. Die Arbeiten werden entweder mit Einschnitten und Durchsichten versehen oder beinhalten filigrane Elemente, um entweder die Materialien oder Farben miteinander zu verbinden oder eine weitere metaphysische Ebene zuzulassen. Neben den bis zu 3 m großen, im Raum verteilten Skulpturen finden sich auch einige Wandbilder die mit leuchtend roten Pigmenten versehen sind. Neben den vorherrschenden Naturtönen der Stahl-Steinkombinationen setzen die Wandarbeiten dabei einen farblichen Gegenpol in der Ausstellung.

  • Skulpturen und Objekte von Enrique Asensi in den Flottmann-Hallen. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Seinen Einstand in Herne hatte der Katalane und jetzt Wahl-Wittener mit seiner Stahlskulptur, die 2018 als Beitrag zum Skulpturenpark aufgestellt wurde. Zusammen mit seiner Frau pendelt er weiterhin zwischen den Steinbrüchen Spaniens und Deutschlands auf der Suche nach neuen Strukturen und Texturen. Die Ausstellung in den Flottmannhallen dauert bis zum 7. Juli 2019. Zwischen den Museen wird ein kostenloser Shuttle-Service angeboten. Kleinere Skulpturen können in der Ausstellung käuflich berworben werden.

Siehe auch: Skulpturen mit Durchblick

Text und Fotos: Thomas Schmidt