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Neue Ideen für den Verkehr rund um die Cranger Kirmes

Land fördert Studie

Riesenrad Cranger Kirmes ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Kurz vor Beginn der Cranger Kirmes hat die Stadt Herne einen Förderbescheid bekommen, um das Verkehrskonzept für die Kirmes zu verbessern. Dafür möchte die Stadt eine Studie in Auftrag geben. Externe Verkehrsplaner sollen Ideen entwickeln, wie der Verkehr rund um den Kirmesplatz besser fließen kann. Sie sollen Konzepte aufstellen, wie unterschiedliche Verkehrsmittel kombiniert werden können. Im Mittelpunkt stehen vor allem umweltfreundliche Varianten wie Fahrradfahren, Busse und Fußgänger.

Mehr Komfort für Besucher und Anwohner

„Wir sind guter Dinge, dass wir von außen neue Ideen bekommen. Dabei betrachten wir zwei Perspektiven: Sowohl die gute Erreichbarkeit für die Kirmesbesucher als auch die Belastungen für die Anwohner“, so Dezernent Johannes Chudziak. In diesem Jahr sollen Verkehrsplaner eine Bestandsaufnahme machen und herausfinden, welche Möglichkeiten rund um den Kirmesplatz bestehen. Ab dem kommenden Jahr sollen erste Ideen umgesetzt werden.

  • Dezernent Johannes Chudziak ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Langfristig denken

„Wir werden nicht alle Lösungen bis 2020 geprüft und ausprobiert haben. Das ist ein Programm für die nächsten Jahre. Es ist eher ein Marathon als ein Sprint“, so Kirmes-Platzmeister Tibo Zywietz. „Das Besondere an der Studie wird sein, dass zum ersten Mal ein Mikrokosmos wie die Cranger Kirmes betrachtet wird. Sonst werden Verkehrskonzepte für Stadtteile oder ganze Städte erstellt.“ 40.000 Euro stehen für die Studie zur Verfügung, 32.000 Euro steuert das Land NRW bei, die restlichen 8.000 Euro kommen von der Stadt.

Umweltbewusst feiern

„Uns geht es um ein ausgewogenes, umweltbewusstes Verhältnis der Verkehrsmittel: Motorisierten Individualverkehr wollen wir aus dem Kirmesbereich raushalten. Am besten haben die Verkehrsmittel keinen Motor und wenn doch, sollen es Busse sein“, so Zywietz. Dabei sind kreative Lösungen wie Fahrradparkplätze, Leihfahrräder oder –roller, bessere Wege für Fußgänger und mehr Komfort für Menschen, die mit dem Bus anreisen möglich.

Nina-Maria Haupt