Oberbürgermeister zeichnet Bild der Arbeitswelt der Zukunft
Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda knüpfte in seiner Rede anlässlich des diesjährigen Arbeitnehmendenempfangs am Donnerstag, 23. April 2026, beinahe nahtlos an seine Worte des Vorjahres an, als er vor den Gefahren von Abschottung und Zollschranken warnte: „Wir erleben eine Welt, die unruhiger geworden ist: Konflikte, Handelsstreitigkeiten, geopolitische Spannungen.“ Dies schlage sich mehr und mehr im Alltag der Menschen auch in Herne nieder.
Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda bei seiner Ansprache auf dem Arbeitnehmendenempfang. Foto: Frank Dieper, Stadt Herne
Dennoch – oder gerade deshalb – sei man in Deutschland gut beraten, nicht auf einfache Lösungen zu setzen, sondern sich den anstehenden Herausforderungen bewusst zu stellen. Dies, so der Oberbürgermeister, gelte auch für das Thema Digitalisierung und die Auswirkungen des zunehmenden Einsatzes von Künstlicher Intelligenz in immer mehr Arbeitsfeldern. Diese Transformation sei bereits in vollem Gange, biete aber neben den oft beschworenen Risiken auch erhebliche Chancen: „Denn Probleme entstehen gerade dann, wenn Fortschritt nicht sozial gestaltet wird. Das bedeutet auch, wenn Effizienzgewinne nicht bei den Beschäftigten ankommen, sondern ausschließlich in Bilanzen sichtbar werden.“ Hier stärkte Dr. Frank Dudda vor den rund 150 Gästen den Gewerkschaften demonstrativ den Rücken: „Sie sorgen dafür, dass Fortschritt nicht bedeutet: höhere Gewinne für wenige und Unsicherheit für viele. Sondern dass Fortschritt bedeutet: bessere Arbeit, bessere Bedingungen und mehr Sicherheit.“
Der Empfang fand auch in diesem Jahr traditionell im Vorfeld zum „Tag der Arbeit“ am 1. Mai statt. Der Oberbürgermeister empfing die Vertreter*innen der Gewerkschaften, der Stadtverwaltung und der Herner Stadtgesellschaft im Veranstaltungszentrum Gysenberg. Unter den zahlreichen Gästen waren traditionell zahlreiche Vertreter*innen von DGB und Spartengewerkschaften, darunter neben Stefan Marx als Regionsgeschäftsführer der DBG-Region Ruhr-Mark etwa Jörg Thannheuser als Gewerkschaftssekretär der IG Metall Ruhrgebiet-Mitte. Auch der Herner Landtagsabgeordnete Alexander Vogt zählte ebenso zu den Zuhörenden wie Sozialdezernentin Stephanie Jordan, Stadtkämmerer Marc Ulrich und Stadtbaurat Stefan Thabe.
Stefan Marx schilderte in seiner Rede seine Sicht auf die Herner Wirtschaft. Auch er bekräftigte seine Einschätzung des Vorjahres, wonach die Arbeit der Gewerkschaften in der aktuellen Lage ganz besonders wichtig sei. Zudem freute er sich ausdrücklich über den großen Zuspruch zum Empfang, der in einer vielköpfigen Gästeschar Ausdruck fand.







