Schule und Betriebe

Pakt für Ausbildung bietet Schülern eine sichere Perspektive

10. Oktober 2019 | Wirtschaft

Dafür kommen die drei Teilnehmer schon in der achten Klasse in Kontakt mit den Arbeitgebern. Sie machen Praktika, lernen Betriebe kennen und halten bis zum Schulabschluss in zwei Jahren Kontakt. Dann sollen sie herausgefunden haben, welcher Ausbildungsbetrieb zu ihnen passt.

  • Philippos unterschreibt den Pakt für Ausbildung. Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda, Philippos' Eltern und Schulleiterin Sylke Reimann-Perez sind dabei. ©Nina-Maria Haupt

Persönliche Bindung zwischen Betrieb und Schülern

Die Schüler verpflichten sich, in den zwei Jahren keine unentschuldigten Fehlstunden zu haben. Sie wollen sich ehrenamtlich engagieren und sie müssen sich in der Schule anstrengen, denn sie dürfen keine Fünfen oder Sechsen auf dem Zeugnis haben. Im Gegenzug versprechen die Betriebe, ihnen einen Ausbildungsplatz anzubieten.

„Wir versuchen, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden und wir wollen zur persönlichen Bindung der Schüler und der Betriebe beitragen. Das ist ein wichtiger Baustein, um die Ausbildungsqualität zu erhöhen“, lobt Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda das Projekt, das vom Bündnis für Arbeit, Betrieben und der Mont-Cenis-Gesamtschule initiiert wurde. In dem Bündnis arbeiten außer Schulen, Arbeitgebern und der Stadt Herne auch Verbände und Arbeitgeber zusammen.

Schüler sollen Berufe kennen lernen

„Unsere Schülerinnen und Schüler wissen am Ende der zehnten Klasse oft nicht, was sie machen wollen. Viele Berufe sind nicht bekannt. In den wiederholten Praxisphasen sollen Schüler und Betriebe einander kennen lernen“, erläutert Schulleiterin Sylke Reimann-Perez. Außerdem sollen die Schüler durch den Pakt motiviert werden, sich anzustrengen und ihr Sozialverhalten weiter zu entwickeln.

Auch die Arbeitgeber versprechen sich viel davon: „Betriebe werden davon profitieren, Auszubildende zu finden, die fleißig und motiviert ihre Arbeit machen. Wir haben in den nächsten Jahren Fachkräftemangel und wir wollen unseren Teil dazu beitragen, die neuen Fachkräfte auszubilden“, erklärt Dachdeckermeister Dennis Dettmar.

Nina-Maria Haupt