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Rote Mauer zwischen Tänzern und Publikum

Erfolgreiche Eröffnung des Pottporus-Festivals

Das Pottporus-Festival feierte eine glänzende Eröffnung. Die Premiere des  erst in diesem Jahr gegründeten “Ensample” mit dem “Stück 01” beindruckte mit phantasievollen Szenen und wurde vom Publikum mit viel Beifall bedacht.

Siehe auch: Pottporus-Festival /  Pottporus-Programm!

  • Pottporus-Eröffnung 2015: Premiere von “Ensample”. © Stadt Herne, Horst Martens

Die Künstlerische Leiterin Kama Frankl, mit Pottporus seit langem verbunden, hatte sich bei der Pressekonferenz zurückhaltend gezeigt und wollte nichts über den Inhalt verraten. Vielleicht hat sie die Spannung auf das Stück dadurch noch weiter hochgetrieben. Mit Erfolg: Der WDR war während der Aufführung mit einer Live-Schaltung dabei, so dass Tausende Zuschauer aus dem Ruhrgebiet zumindest für ein paar Minuten die Atmosphäre in der komplett gefüllten Halle miterleben konnten.

Oberbürgermeister zeigt Wertschätzung

Auch Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda war zur Eröffnung gekommen, womit er – zwei Wochen nach seinem Amtsantritt – seine Wertschätzung für die kreative Jugendkultur betonte: “Pottporus e.V. bietet jungen Künstlern eine Plattform, Möglichkeiten, sich auszuprobieren und weiterzuentwickeln und ihr Können auf der Bühne zu zeigen. Internationale Gastspiele und viele Preise stehen für den Erfolg dieses Projektes. Der OB ist stolz auf Sie.”

Rote Kästen fliegen durch die Luft

Alles beginnt auf einer dunklen Bühne. Mit einem Text über den Fortgang des Lebens, über das Gegen und Weggehen. Allmählich entfalten die sieben Künstler sich, aus Einzelauftritten werden choreografierte Gruppenabläufe. Dargestellt wird auf symbolische Art das Leben von jungen Menschen. Als “Spielball” dienen den Tänzern rote Kästen im Format von Mineralwasserkästen, die hin- und herwandern, aufgetürmt und durch die Luft geworfen werden. Am Schluss türmen die Tänzerinnen und Tänzer auf eindrucksvolle Weise eine hohe Mauer am Bühnenrand auf, hinter der sie komplett verschwinden. Während das Publikum auf die rote Mauer starrt, hört man dahinter die Bewegungen der Tanzenden.

Am Ende stehen alle vor der Mauer

Aber dann bekommt die hohe Barriere an einigen Stellen Lücken, einzelne Ensemble-Mitglieder schlüpfen durch, suchen und finden im Publikum Zuschauer, die sie an die Hand fassen und auf die Bühne bringen. Am Ende stehen alle Tänzer vor der lückenhaften Mauer, womit dann das Ende des unterhaltsamen Stückes erreicht wird.

Siehe auch: www.pottporus.de/festival