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Schade, schade – Landesgartenschau leider nicht in Herne!

Wasserlandschaft soll dennoch Aufwertung erfahren

Diese Traumlandschaft wird es vielleicht irgendwann geben - aber nicht innerhalb der LAGA. Diese Traumlandschaft wird es vielleicht irgendwann geben - aber nicht innerhalb der LAGA.

Schade, die Jury hat sich für Kamp-Lintfort als Schauplatz der Landesgartenschau (LAGA) entschieden und nicht für Herne, Recklinghausen, Herten und Castrop-Rauxel, die sich gemeinsam mit der Emschergenossenschaft beworben hatten.

Die Entscheidung ist gefallen: Am Dienstag hat NRW-Umweltminister Johannes Remmel in Düsseldorf mitgeteilt, dass die Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort stattfindet. Die Emschergenossenschaft und die vier Städte Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne und Herten – gemeinsam hatten sich die fünf Partner mit dem Konzept „Emscherland 2020″ ebenfalls um die Landesgartenschau beworben – gratulieren den Siegern.

Präsentation der Bewerbung:  LAGA 2020 Emscherland n Castrop Rauxel © Thomas Schmidt, Stadt Herne

Präsentation der Bewerbung: LAGA 2020 Emscherland n Castrop Rauxel © Thomas Schmidt, Stadt Herne

Enttäuschung überwiegt

Gleichwohl überwiegt die Enttäuschung – denn der Zeitpunkt hätte nicht idealer sein können: Mit einer vom Abwasser befreiten Emscher hätte die Emschergenossenschaft gemeinsam mit den Anrainerstädten 2020 den Abschluss des Jahrhundertprojektes Emscher-Umbau gefeiert – was wäre besser als fulminanter Schlusspunkt geeignet gewesen als eine Landesgartenschau an den grünen Ufern der blauen Emscher!

OB Dudda gratuliert

Dazu Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne: „Wir gratulieren Kamp-Lintfort zur Möglichkeit, eine solche Landesgartenschau auszurichten. Ich bin dennoch froh, dass wir uns mit mehreren Kommunen und der Emschergenossenschaft auf den Weg gemacht haben. So haben wir weiter mehr dazu erfahren, unser Lebensumfeld rund um die Emscher zu verbessern.”

Gegenargumente der Jury

Die Jury trug vor, dass durch die Zusammenarbeit der vier Städte die Ausdehnung der Landesgartenschau über 18 Kilometer zu groß sei. Demzufolge sei die Nachnutzung nicht gesichert. Ein weiteres Argument gegen Emscherland: Bei der Bewerbung einer einzelnen Stadt sei die Begeisterungsfähigkeit höher.

“Wasserlandschaft aufwerten”

“Das muss man zur Kenntnis nehmen, ich kann das aber nicht teilen”, so Oberbürgermeister Dudda. “Für uns bedeutet das aber, nun zu überlegen, welche Teile aus der Bewerbung wir vielleicht in einem isolierten Förderprogramm doch noch an den Start bringen können. Deshalb habe ich mit Minister Remmel vereinbart, dass wir in einer Arbeitsgruppe zusammen kommen. Dabei wollen wir schauen, ob es Teile aus der Gesamtbewerbung gibt, die man abseits einer Landesgartenschau in Herne an den Start bringen kann. Ich glaube es ist jetzt ganz wichtig, dass wir nicht aus dem Auge verlieren, dass auch unsere Wasserlandschaft rund um den Rhein-Herne-Kanal und der Emscher eine Aufwertung erfahren kann.”