An der Reichsstraße entsteht neuer Wohnraum in bester Lage
In Eickel wächst derzeit ein bedeutendes städtebauliches Vorhaben: das urbane Wohnquartier an der Reichsstraße. Auf dem ehemaligen Sportplatzgelände zwischen Reichsstraße und Edmund-Weber-Straße, in Sichtweite der Hans- Tilkowski-Schule, investieren die Sparkassen Herne und Dortmund über die Immobiliengesellschaft Herne mbH & Co. KG rund 60 Millionen Euro und bauen ein ganz neues Quartier in bester Lage – mit viel Grün drumherum, einem breiten Angebot an Wohnformen und einem überdurchschnittlich hohen Anteil an gefördertem Wohnraum.
Vorausgegangen waren jahrelange Planungen von Stadt und Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG), die den ehemaligen Sportplatz fit für das Großprojekt gemacht hatten. Dazu gehörte die Entwicklung eines städtebaulichen Konzeptes ebenso wie die Erschließung und Bereitstellung der Flächen für den Hochbau.
Urbanes Quartier
Das rund 1,9 Hektar große Areal soll künftig Raum für etwa 150 neue Wohneinheiten bieten – eine Mischung aus Mehrfamilienhäusern, Reihenhäusern und kompakten Wohnblöcken mit unterschiedlich großen Wohnungen. Zwei autofreie Achsen, ein zentraler Quartiersplatz und großzügig gestaltete Grünflächen schaffen ein lebenswertes, verkehrsarmes Umfeld. Die Nähe zum Eickeler Volksgarten und weiteren Parkanlagen verleiht dem neuen Quartier zusätzliche Aufenthaltsqualität.
„Uns ist es wichtig, dass dieses Quartier ein lebendiger, klimafreundlicher und sozial ausgewogener Wohnraum wird, der Bildungsmöglichkeiten, Nahversorgung sowie Kultur und Gemeinschaft optimal integriert“, erklärt dazu Dirk Plötzke, Vorstandsmitglied der Herner Sparkasse. Sein Vorstandskollege Antonio Blanquez ergänzt: „Das Engagement der Herner Sparkasse und der Sparkasse Dortmund zeigt: Wir investieren nicht nur in Gebäude, sondern in Menschen und Stadtentwicklung. Durch einen hohen Anteil an gefördertem Wohnraum bieten sich hier zudem neue Chancen für viele Menschen in unserer Stadt.“
Das rund 1,9 Hektar große Areal soll künftig Raum für etwa 150 neue Wohneinheiten bieten.

Aktueller Bauabschnitt.

Visualisierung nach Fertigstellung des Projektes.
Im Detail
Geplant sind zwei Gebäude mit insgesamt 52 Wohneinheiten, von denen 26 öffentlich gefördert sind. Hinzu kommt eine Gewerbeeinheit. In drei weiteren Gebäuden entstehen eine zusätzliche Gewerbeeinheit sowie 46 Wohneinheiten, von denen 39 öffentlich gefördert sind. Objekt Nummer drei umfasst ein Haus mit 16 vollständig geförderten Wohneinheiten. Im vierten Bauabschnitt folgt ein Gebäude mit 23 Wohneinheiten, von denen 18 öffentlich gefördert sind. Alle größeren Gebäude verfügen über eigene Tiefgaragen. Im südlichen Teil des Areals entstehen darüber hinaus 17 Reihenhäuser. Mit der Fertigstellung des Gesamtvorhabens ist bis Ende 2028 zu rechnen. Ganz zum Schluss folgen der Endausbau der Straßen und Wege und die Gestaltung der Grünanlagen.
Aufgabenverteilung
Während die SEG Herne vor allem für Baureifmachung und Erschließung zuständig ist, zeichnet sich die Stadt Herne für die städtebauliche Planung und Baurechtschaffung zuständig.
Mit der Herner E-Gruppe konnte ein Unternehmen für die Hochbauarbeiten gewonnen werden, das bereits im Kaiserquartier in Baukau eindrucksvoll gezeigt hat, was möglich ist. „Mit der E-Gruppe haben die Bauherren einen starken Partner aus Herne gefunden, der die Qualit.tsansprüche teilt und diese konsequent in der Bauausführung umsetzt“, betont Ronald Graf, hauptamtlicher Geschäftsführer der SEG und fügt nicht ohne Stolz hinzu: „Das Projekt an der Reichsstraße ist für uns als SEG das bislang größte Vorhaben.“ Achim Wixforth, Fachbereichsleiter Umwelt und Stadtplanung, und gleichzeitig nebenamtlicher Gesch.ftsführer der SEG Herne ergänzt: „Unser Ziel war es, ein urbanes, offenes und zugleich grünes Wohnquartier zu entwickeln, das architektonisch überzeugt und den sozialen Zusammenhalt fördert“.
Neben der Wohnnutzung sind auch kleinere Gewerbeeinheiten und Dienstleistungsflächen vorgesehen, um kurze Wege und ein lebendiges Umfeld zu ermöglichen.
Nachhaltigkeit und Qualität
Das Konzept folgt den Leitlinien moderner Stadtentwicklung: energieeffiziente Bauweise, Nutzung von Photovoltaik, Begrünung von Dachund Fassadenflächen sowie ein Mobilitätskonzept, das auf Fuß- und Radverkehr setzt. Gemeinschaftsflächen und Innenhöfe fördern das nachbarschaftliche Miteinander, während Tiefgaragen den ruhenden Verkehr aus dem Straßenraum heraushalten. Die SEG verfolgt dabei eine klare Zielsetzung: ein Quartier zu schaffen, das ökologische Verantwortung mit urbaner Lebensqualität verbindet. „Das ist ein Vorzeigeprojekt für zukunftsfähiges Wohnen im Ruhrgebiet. Wir schaffen hier ansprechenden und modernen Wohnraum für beinahe alle Zielgruppen“, freut sich auch der Herner Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda.
Wir schaffen hier ansprechenden und modernen Wohnraum für beinahe alle Zielgruppen“.