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Sicherheit auf der Cranger Kirmes 2019

Stadt Herne, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind vorbereitet

Alle Besucher der Cranger Kirmes 2019 sollen sich auf dem etwa elf Hektar großen Rummelplatz nicht nur subjektiv, sondern auch objektiv sicher fühlen. Dies versicherten die Stadt Herne als Veranstalterin sowie Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte bei der Vorstellung des Sicherheitskonzeptes für das größte Volksfest in NRW, das am 1. August beginnen wird. „Wir werden alle für eine sichere Kirmes sorgen“, versprach Polizeioberrätin Nicole Pletha, Chefin der Polizeiinspektion (PI) Herne/Wanne-Eickel.

Ihre Einsatzkräfte setzt die Polizei sowohl auf dem Kirmesplatz am Rhein-Herne-Kanal als auch auf den umliegenden Straßen ein. Im Polizeipräsidium Bochum sitzt ein Führungsstab, der über das Geschehen auf dem Cranger Rummelplatz jederzeit informiert ist – dank dreier stationärer Videokameras und einer mobilen Kamera. Nicole Pletha: „Diese technische Unterstützung hat sich im letzten Jahr bewährt.“ Zugangskontrollen wird es „auf Crange“ auch weiterhin nicht geben, wobei jeder Schausteller natürlich von seinem „Hausrecht“ Gebrauch machen kann. Stichpunktartige Taschen- oder Rucksackkontrollen werden auf freiwilliger Basis beibehalten. Hernes PI-Chefin appelliert an alle Kirmesbesucher: „Sie sollten große Taschen und Rucksäcke einfach zuhause lassen. Dadurch kann auch einem möglichen Taschendiebstahl vorgebeugt werden.“

Höhenfeuerwerke: Wetterlage wird intensiv beobachtet

Die Herner Feuerwehr baut ihre Brandsicherheitswache an drei Standorten auf. An der ehemaligen Schleuse im Wanner Westhafen arbeitet die Einsatzleitung, weitere Einsatzorte sind am Pumpwerk sowie das Gelände der Firma Schwing, wo auch ein Notarztwagen abrufbereit steht. Die Berufsfeuerwehr wird an den elf tollen Tagen von der Freiwilligen Feuerwehr unterstützt, „ohne deren Hilfe wir die Arbeit nicht bewältigen könnten“, so Einsatzleiter Ralf Radloff. Auch der Sanitätsdienst des DRK trägt einen großen Anteil daran, „auf der Cranger Kirmes für größtmögliche Sicherheit zu sorgen“.

Zu den drei geplanten Höhenfeuerwerken (2., 8. und 11. August) sagte Ralf Radloff, dass bis eine Woche vor dem Kirmesstart die Wetterlage intensiv beobachtet wird. Eine mögliche Absage des Spektakels am Himmel über Crange wegen Brandgefahr, resultierend aus langanhaltender Trockenheit, werde ständig überprüft.

Linienbusse halten wieder an den etablierten Plätzen

Eine gute Nachricht hatte Michael Torkowski für alle Kirmesbesucher parat, die bei der Anfahrt zum Rummelplatz den ÖPNV nutzen. „Die Busse halten wieder an ihren etablierten Plätzen: Die HCR-Linien auf der Heerstraße hinter Schwing und die BOGESTRA-Linien auf der Florastraße.“ Nur die Busse der Vestischen bleiben bei ihrem Standort für die An- und Abfahrt an der Recklinghauser Straße. Die Zahl der Herner Trucksperren (HTS), die im vergangenen Jahr erstmals eingesetzt wurden, wird leicht erhöht. Die transportablen Sperren riegeln an neuralgischen Punkten die Straßen ab, sind mobil einsetzbar und leicht händelbar. Dafür werden keine Betonklötze auf die Straßen rund um die Kirmes gestellt. Der Verkehr wird in diesem Jahr übrigens ganz besonders beobachtet, denn der Stadt Herne liegt ein Förderbescheid des Landes über 40.000 Euro für ein neues Mobilitätskonzept für die Cranger Kirmes vor. Zwischen dem 1. und 11. August nehmen Experten Untersuchungen für ein klimafreundlicheres Konzept vor. Ihr Ziel: mehr Komfort für Busse, Fahrräder und Fußgänger.

 

Tanzschule Diel und die Spvg. Röhlinghausen stellen die stärksten Gruppen

Sicherheit ist auch beim traditionellen Festumzug am ersten Kirmessamstag, 3. August, Trumpf. Unter anderem werden die Schausteller mit ihren Sattelzügen und Zugmaschinen die Zufahrtstraßen zur Hauptstraße abriegeln. Der Cranger Lindwurm, wie er in der Bevölkerung auch liebevoll genannt wird, setzt sich um 10.30 Uhr am St. Jörgen-Platz in Eickel in Bewegung. Von dort aus geht es über eine, so die Veranstalter, „baustellenfreie Hauptstraße“ in Richtung Crange: „Es besteht ein ungebrochenes Interesse an dem Festzug. Ich bin jedes Jahr fasziniert, wieviel Zeit und Geld in die Teilnahme investiert wird. Wir erwarten 118 Gruppen mit ca. 4.000 Teilnehmern. Der Zug setzt sich aus 87 Festwagen, 14 Fußgruppen, elf Musikgruppen und sechs Festwagen mit begleitenden Fußgruppen zusammen“, so Zugleiter Michael Torkowski. Die größten Gruppen stellen die Tanzschule Diel und die Spvg. Röhlinghausen, die jeweils über 100 Mitglieder angemeldet haben. Die weiteste Anreise liegt hinter dem Reiter-Fanfarenzug Höven aus dem Landkreis Oldenburg.

Endpunkt für die Fest- und Mottowagen ist die Kreuzung Heidstraße/Unser-Fritz-Straße, wo sich der Zug auflösen wird. Die großen Sattelzüge und Lkw biegen ab, während die Fuß- und Musikgruppen von dort aus weiter in Richtung Cranger Tor ziehen können.

Die Ehrentribüne steht vor der Christuskirche in Wanne-Mitte, wo eine dreiköpfige Jury, unter anderem mit der JKS-Leiterin Sylvia Steffan und dem Schausteller Rudolf Schütze („Die große Geisterbahn“), die drei attraktivsten und originellsten Festwagen und Fußgruppen auswählen wird. Seine Premiere als Moderator feiert dort, zwischen Kirche und dem WEZ, übrigens Oliver Grabowski von Radio Herne 90.8, der sich die Vorstellung des vorbeiziehenden Festzuges mit Peter Karpinski, Vorsitzender des Herner Stadtsportbundes, teilen wird.