Archäologie

Spiele-Wochenende im Museum

23. November 2023 | Kultur
Foto: LWL-MAK, M. Lagers

Mit den Partner-Institutionen, der LWL-Altertumskommission für Westfalen, der Universität Münster, der Universität Bochum, dem Projekt „Boardgame Historian“, dem Spielezentrum Herne sowie dem Verein „Insert Coins“, haben die Veranstaltenden mehrere Dutzend Spiele zusammengetragen. Diese beinhalten allesamt die Themen „Archäologie“ und „Geschichte“ und können von den Besuchenden gespielt werden. Ein Vortragsprogramm begleitet die Spielezeit. Auf die Besucher*innen warten am Freitag und Samstag mehr als 30 Brettspielrunden, die zum Mitspielen und Zuschauen einladen.

Die Spieltische sind in die Dauer- und Sonderausstellung integriert. So stehen beispielsweise Spiele zur Steinzeit wie „Paleo“ und „Stone Age“ direkt neben steinzeitlichen Exponaten. Neben Klassikern wie „Cata“, „7 Wonders“ und „Carcassonne“, das auch als Großspiel bereitstehen wird, „Die Wachteln“, betreut von der Jugendgruppe des Museums, werden Neuheiten wie „Archeos Society“ vorgestellt und zum Mitspielen angeboten. Ebenfalls mit dabei: Spiele, die in der Antike gespielt wurden. Das Spielezentrum Herne bietet zudem das geleitete Krimispiel „Der Mord von Wanne-Eickel“ an. Interessierte können im Vorfeld einen Platz in der Krimispielrunde reservieren. Aktuell sind noch Plätze frei.

            
  • v.l. Karsten Höger (Spielezentrum Herne), Anna Klara Falke (Altertumskommission für Westfalen und „Boardgame Historian“), Bernd Lehnhoff (Ruhr-Universität Bochum), Dr. Michael Lagers (LWL-Museum für Archäologie und Kultur) und Lukas Bloch (Universität Münster und „Boardgame Historian“). Foto: LWL-MAK/T. Hierl

Video- und Automatenspiele

Freund*innen von Video- und Automatenspielen kommen auch auf ihre Kosten. Mit Unterstützung des Vereins „Insert Coins“ können die Besuchenden beispielsweise am „Indiana Jones-Flipper“ die Kugel fliegen lassen. Konsolenspiele wie „Boulder Dash“ wecken Erinnerungen an lange Tage und Nächte vor dem Atari oder dem Commodore. „Wir haben versucht, eine möglichst große Bandbreite an Spielformen und -themen zusammenzutragen, die alle Altersgruppen ansprechen soll“, so Veranstaltungsleiter Michael Lagers vom LWL-Museum. Ein umfangreiches Vortragsprogramm begleitet die Spiele.

Die Vorträge widmen sich der Bedeutung des Brettspiels für die Gesellschaft und Wissenschaft. Brettspiele waren mehr als bloßer Zeitvertreib. „Eine tiefergehende Beschäftigung damit lohnt sich. Uns ist bei jeder Veranstaltung wichtig, dass der Bezug zu den Inhalten unserer Ausstellungen deutlich wird“, so Museumsleiterin Doreen Mölders. Die Vorträge dauern jeweils etwa 30 Minuten, eine Diskussion mit den Vortragenden schließt sich an.

Vortragstermine

Den Beginn macht am Freitag, 24. November 2023, um 17 Uhr Harald Schrapers vom Verein „Spiel des Jahres“ mit einem Beitrag zur Geschichte des modernen Brettspiels. Es folgt um 18 Uhr Anna Klara Falke von der LWL-Altertumskommission für Westfalen und dem Projekt „Boardgame Historian“. Sie nimmt sich des Themas „Archäologie im modernen Brettspiel“ an. Anschließend stellt Birgit Nennstiel vom Antikenkolleg Berlin das Brettspiel „Taskforce: Saving Antiquities“ vor, das hinter die Kulissen des Kulturgutschutzes führt. Am Samstag, 25. November 2023, beginnt das Vortragsprogramm um 14 Uhr mit Bernd Lehnhoff von der Universität Bochum, der sich mit dem Thema „Schach im Mittelalter“ auseinandersetzt. Es folgt um 15 Uhr Privatdozent Dr. Björn Reich von der Universität Erlangen-Nürnberg mit einem Beitrag zum „Brettspielvergnügungen in der frühen Neuzeit“. Den Abschluss bildet um 16 Uhr eine Podiumsdiskussion mit Spieleautor*innen zur Geschichte als Thema in modernen Brettspielen. Mit dabei: Spieleautor und Archäologe Peter Rustemeyer, Autor vom Kennerspiel des Jahres 2021 „Paleo“, Martina und Andreas Dobrindt von der „APEX-Ideenschmiede“ und der Historiker und Spieleforscher Lukas Boch von der Universität Münster.

Weitere Infos: LWL | Veranstaltungen - LWL-Museum für Archäologie und Kultur (lwl-landesmuseum-herne.de)