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Stadt hat über Aufnahme von Flüchtlingen informiert

Notsituation

Die Stadt Herne hat in einem Pressegespräch am Dienstag, 21. Juli 2015, über die gestern kurzfristig erfolgte Aufnahme von Flüchtlingen informiert. In der Sporthalle Wanne-Süd verdeutlichten OB Horst Schiereck und Sozialdezernent Johannes Chudziak die gestrigen Abläufe, den gegenwärtigen Stand der Dinge und die Überlegungen für die kommenden Tage.

 „Gestern um 13 Uhr sind wir von der Bezirksregierung darüber informiert worden, dass wir sehr kurzfristig gut 100 Personen aufnehmen müssen, weil die Erstaufnahmestellen des Landes dies nicht mehr können”, so OB Horst Schiereck. Die Stadt Herne entschloss sich, die Flüchtlinge, wie bereits im vergangenen Herbst einmal, in der Sporthalle im Sportpark Wanne-Süd unterzubringen. Dies bedarf jedoch eines zeitlichen Vorlaufes, so dass zunächst auf dem Sportplatz neben dem Stadion Wanne-Süd mit Hilfe der Kräfte des Katastrophenschutzes Zelte aufgebaut wurden, in denen die Flüchtlinge für zwei bis drei Tage schlafen und mit Lebensmitteln versorgt werden. 150 Helferinnen und Helfer, meist Ehrenamtliche, hatten dafür gesorgt, dass alles bereit war, als am Montagabend der erste Bus mit Menschen ankam. Der zweite Bus folgte gegen Mitternacht.

95 Personen sind am Montag eingetroffen, darunter 18 Frauen. Der älteste Flüchtling ist 43 Jahre alt, der jüngste gerade einmal sieben Monate Die meisten Flüchtlinge, 49 an der Zahl, kommen aus Albanien. Die zweitgrößte Gruppe kommt aus Syrien mit 13 Personen. Jeweils fünf Personen kommen aus Marokko und dem Irak. Weitere Länder, aus denen die Menschen stammen, sind unter anderem Guinea, Ghana, Eritrea und China.

Am heutigen Dienstag erfolgte die Registrierung der angekommenen Flüchtlinge durch die Ausländerbehörde der Stadt Herne und die medizinische Erstuntersuchung, die vorgeschrieben ist, durch den Fachbereich Gesundheit. Inzwischen werden für Dienstag noch weitere neun Personen erwartet. Die von der Stadt Herne zugesagten 104 Plätze sind damit ausgeschöpft.

Am Mittwochmorgen beginnen Handwerker in der Sporthalle im Sportpark über das Spielfeld einen geeigneten Boden zu legen. Die administrativen Vorbereitungen für den Umzug laufen bereits, denn schon an diesem Tag sollen die ersten Flüchtlinge die Halle beziehen können. Die genaue Dauer ihres Aufenthalts steht noch nicht fest. „Es handelt sich um eine große Herausforderung für die Stadt Herne. Wir sind im Herbst und im Frühjahr bereits als Erstaufnahme eingesprungen und hatten die Zusage des Landes, dass wir in diesem Jahr nicht noch einmal als Erstaufnahme herangezogen würden”, erklärt Johannes Chudziak.

Ehrenamtliche zur Unterstützung der Flüchtlinge gesucht – Spendenkonto eingerichtet

Das Ehrenamtsbüro in Kooperation mit dem Fachbereich Soziales der Stadt Herne sucht für die aktuelle Betreuung der Flüchtlinge, Ehrenamtler, die sich gerne engagieren und bei der Ausgabe von Mahlzeiten behilflich sind. Die Flüchtlinge sind zurzeit noch auf dem Nebenplatz des Stadions im Sportpark Eickel untergebracht, sollen aber zur Wochenmitte in die Sporthalle im Sportpark Eickel umziehen. Dort kann die Betreuung durch die Verbände DRK, ASB und THW nicht mehr sichergestellt werden. Daher werden Freiwillige bereits zum Ende dieser Woche gesucht. Nähere Informationen für Interessierte gibt es Mittwoch, 22. Juli, um 12:30 Uhr im Flüchtlingslager im Sportpark Eickel durch Mitarbeiter des Fachbereichs Soziales. Außerdem können Fragen durch das Ehrenamtsbüro der Stadt Herne beantwortet werden unter der Telefonnummer 0 23 23 / 16 29 64.

Darüber hinaus ist bereits ein Spendenkonto beim Caritasverband Herne für die Flüchtlinge eingerichtet worden:

Caritasverband Herne e.V.

Stichwort: Flüchtlinge

IBAN DE63 4325 0030 0001 0659 03

BIC: WELADED1HRN

Kreditinstitut: Herner Sparkasse

(Kto.: 1065903, BLZ.: 432 500 30)

Auch Kleiderspenden können gerne bei den karitativen Verbänden abgegeben werden.