Der historische Escape-Room der Stadtbibliothek Wanne-Eickel
90 Minuten – mehr Zeit bleibt nicht, um die Städtefusion zu retten. Im Jahr
1974, kurz vor dem großen Akt, fehlt nämlich ein wichtiges Dokument. Mit
ihrem Escape-Room lädt die Stadtbibliothek Rätselfreund*innen auf eine Reise
in die Vergangenheit ein. Der ideale Rätselspaß für das Jubliäumsjahr 2025.
Escape-Rooms – das Konzept der storybasierten Rätselräume ist gefragter denn je. 2020, als wegen der Pandemie vieles im Kulturbetrieb zum Erliegen kam, krempelten zwei Kolleginnen in der Bibliothek in Wanne-Eickel die Ärmel hoch. Rebekka Schwahn und Silke Heinrich, beide ausgesuchte Rätsel-Enthusiastinnen, entwickelten mit viel Liebe zum Detail den Raum, der 2022 als einer der ersten Escape-Rooms in einer Bibliothek eröffnete – eine Vorreiterrolle, auf die Schwahn und Heinrich stolz sind: „Mittlerweile bieten viele Bibliotheken einen Raum an. Es ist schön zu sehen, wie viele Menschen Spaß am Rätseln haben“, sagt Schwahn. „Das sieht man auch daran, dass die Menschen von außerhalb zu uns kommen. Die Nachfrage ist groß.“
Die Story
Wer den Rätselraum einmal betritt, reist in den Dezember 1974 und findet sich im Büro der Leiterin der Stadtbücherei Wanne-Eickel wieder.
Frau Agathe Kuckstrengkowicz musste unvermittelt zu einer sechswöchigen Kur aufbrechen. Ausgerechnet in dieser kritischen Phase der Stadtfusion hat ihr Stellvertreter das wichtigste Dokument – die Gründungsurkunde der Bücherei – verlegt. Fatal! Denn ohne das Dokument keine Zusammenlegung der Bibliotheken und damit: aus der Traum von der Städtefusion. Die Spieler*innen schlüpfen in die Rolle von Verwaltungsangestellten, die den Verbleib der Urkunde innerhalb von 90 Minuten aufklären müssen. Jedes gefundene Dokument, jeder entschlüsselte Hinweis bringt sie der Lösung näher. Verschlossene Schubladen, kryptische Notizen, versteckte Akten oder die alltäglichsten Gegenstände – alles könnte eine neue Spur bedeuten.
Ein Büro aus den 70ern
Der große Reiz beim Rätseln: Alles darf, alles soll genau unter die Lupe genommen werden. Und das macht natürlich umso mehr Spaß, wenn die Details stimmen: Originalgetreue Möbel, die Handtasche der Bibliothekarin, die authentischen Dokumente im Schrank, historische WAZ-Artikel aus 1974 und die alte Schreibmaschine, sogar das Feuerzeug der Chefin tragen dazu bei, eine glaubwürdige Kulisse zu erschaffen, die es zu erkunden gilt. Dabei werden die Rätselnden ausdrücklich dazu eingeladen, sich in das Wanne-Eickel der 1970er Jahre einzulesen.

Zurück in das Jahr 1974 – raus kommt nur, wer gerne rätselt.

Alles original und zeitgenössisch im klassischen 1970er-Jahre-Requisiten.
Die Rätsel
Die Rätsel sind herausfordernd und greifen auf Mechanismen zurück, die sich in anderen Rätselräumen schon bewährt haben: Für ein Richtungsschloss muss die richtige Kombination gefunden werden, ein paar Zeilen Code müssen mit Dechiffrierschlüsseln geknackt werden. Dazu kommen Hilfsmittel wie Schwarzlicht, alte Stadtpläne und Zeitungsartikel zum Einsatz, wobei jedes Objekt eine eigene Geschichte erzählt und die Kulisse bereichert.
Hilfe und Spielmechanik
Wer nicht mehr weiter weiß, kann sich mit Hinweisen behelfen, so dass niemand frustriert nach Hause gehen muss. Nach 90 Minuten entscheidet sich, ob die Gründungsurkunde gefunden wird – und damit die Zukunft der Stadtbücherei gesichert ist.
Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Terminabsprache möglich, Anfragen nimmt die Stadtbibliothek in Wanne unter stadtbibliothek@herne.de oder 0 23 23 / 16 32 61 entgegen.