Newsticker

Startschuss für den Neubau des Wananas

Freizeit- und Spaßbad

Die ersten Veränderungen sind nicht mehr zu übersehen: Bagger und Raupen sind bereits im Einsatz, um die vorbereitenden Erdarbeiten für das neue Freizeit- und Sportbad Wananas in Angriff zu nehmen. Am Mittwoch, 11. Februar 2015, erfolgte der offizielle Baustart für den Neubau.

Auch Oberbürgermeister Horst Schiereck zeigte sich erfreut darüber, dass die Arbeiten inzwischen begonnen haben. Das Stadtoberhaupt ist sich sicher, dass sich die Familien der gesamten Region insbesondere durch die gute Anbindung über die Dorstener Straße und der Autobahn 42 schon bald wieder auf den Sprung ins kühle Nass freuen können. Schiereck: „Die Lücke, die das Wananas hinterlassen hat, wird durch die Eröffnung wieder geschlossen.” Schon jetzt fiebert der OB der Eröffnung im Sommer 2016 entgegen. Das gilt sicherlich auch für Projektleiterin Birgit Peter. Gemeinsam stellte die Betriebsleiterin des Eigenbetriebs Bäder das Bauvorhaben mit dem Architekt Sebastian Neuhaus und Bauleiter Ersan Ucak der versammelten Presse und einigen Lokalpolitikern vor.

  • Stellten gemeinsam die Pläne vor (v.l.): Birgit Peter, Architekt Sebastian Neuhaus, Oberbürgermeister Horst Schiereck und Norbert Breitbach. ©Stadt Herne, Michael Paternoga

Derzeit arbeiten Bagger und Raupen daran, die erforderlichen Erdmassen des neuen Freizeit- und Sportbades „Wananas” auszuheben. Gleichzeitig wird mit dem Wiederverfüllen der vorhandenen Baugrube des alten Schwimmbades begonnen. Insgesamt werden ca. 15.000 m³ Erdmassen für den Neubau des Freizeit- und Sportbades bewegt. Dies entspricht etwa 225 mit Erdmaterial gefüllten Überseecontainern wovon ein Teil auf dem Grundstück zur Anfüllung des Geländes verwendet wird. Nach den Erdarbeiten beginnen in etwa zwei Wochen die Arbeiten für die Bodenverbesserungsmaßnahmen. Diese werden in Form von Kiessäulen ausgeführt. Insgesamt werden 660 Kiessäulen mit einer durchschnittlichen Tiefe von fünf Metern in das Erdreich eingebohrt. Insgesamt sorgen also etwa 3,3 Kilometer dieser Kiessäulen für den sicheren Stand des neuen „Wananas”. Nach Fertigstellung der Tiefgründung werden Ende März die Arbeiten im Erdreich fertiggestellt sein. Danach beginnen die Bauarbeiten des Kellers mit der Verlegung der Grundleitung und dem Herstellen der Fundamente. Die Planung sieht vor, dass die Tragkonstruktion und die Gebäudehülle bis Ende 2015 / Anfang 2016 fertiggestellt sind. Im Anschluss beginnt dann der Innenausbau. Das Bad soll im Sommer 2016 eröffnet werden.

Derzeit sind Ausschreibungen für die Gewerke Stahl- und Holzbau, Elektrotechnik sowie Sanitär- und Lüftungsarbeiten veröffentlicht. Bisher wurden bereits sieben Firmen, unter anderem für die Gewerke Erdarbeiten und Tiefgründung, mit der Ausführung von Arbeiten beauftragt. Kurz vor der Vergabe stehen die Gewerke Rohbau, Badewassertechnik, Rutschenanlagen und der Hubboden für das Kursbecken. Insgesamt werden etwa 50 Handwerksunternehmen in den verschiedenen Gewerken an dem Neubau des Freizeit- und Sportbades „Wananas” mitwirken.

Stand Parkplatz und Mulde

Der Parkplatz des Wananas wird auf der vorhandenen Fläche des alten Parkraumes errichtet. Die Neuanlage wird notwendig, da der ehemalige Baumbestand mit seinen Wurzeln großflächig den Oberbau über die Jahre zerstört hat. Zukünftig werden 145 Standardstellplätze und 5 Parkmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung den Parkplatz kennzeichnen. Der nördliche Bereich wird zusätzlich als Bedarfsparkplatz in Schotterrasenbauweise hergestellt. Die Parkflächen selber werden mit Betonsteinen gepflastert, die Fahrtwege werden asphaltiert. Längs der Parkreihen werden Zierkirschen im Sommer für Beschattung sorgen. Zur Beleuchtung sind Laternen mit LED-Technik eingeplant. Zudem soll sämtliches Oberflächenwasser des Parkplatzes sowie der Dachflächen des Bades in einem Rückhaltebecken (Versickerungsmulde) gesammelt werden und dort verdunsten oder versickern. Die Emschergenossenschaft hat hierzu schon vor Jahren ein Förderprogramm „Zukunftssicherung Regenwasser” aufgelegt. Bereits vor dem Brand des alten Schwimmbades hat es bezüglich der Regenwasserabkoppelung Kontakt zur Emschergenossenschaft gegeben, so dass nunmehr auch ein entsprechender Förderantrag für die Maßnahme gestellt worden ist.

Stand Erschließungsstraße

Die Bezirksvertretung Wanne hat in ihrer Sitzung vom 3. Februar 2015 den Bau der neuen Erschließungsstraße vom Grundsatz her beschlossen. Der genaue Umfang der Planung kann der damit verbundenen Beschlussvorlage entnommen werden. Ein genauer Zeitpunkt für die Fertigstellung der Straße kann momentan nicht genannt werden, da noch verschiedene offene Punkte geklärt werden müssen. Der Fachbereich Tiefbau und Verkehr wird alle dafür notwendigen Schritte forcieren, um schnellst möglichst die Straße fertig stellen zu können und um somit schon während der Bauphase des Bades zu einer Entlastung der Anwohner beizutragen.