Studierende entwickeln zukunftsweisende Konzepte für die Gartenstadt
Den Radverkehr stärken, die eigenständige Mobilität von Kindern fördern und den Durchgangsverkehr reduzieren – das war Ziel eines studentischen Projekts des Fachbereichs Bauingenieurwesen der FH Münster. Entstanden sind Ideen von hoher Qualität.
Studierende präsentieren ihre Ergebnisse. © FH Muenster Lucie Golde
Im Rahmen des Moduls „Projekte des Verkehrswesens “ haben Studierende der Vertiefungsrichtung Verkehrswesen am Fachbereich Bauingenieurwesen der Hochschule konkrete Verkehrskonzepte für die Gartenstadt Herne-Eickel entwickelt. Ihre Ergebnisse präsentierten sie vor Vertreter*innen der Stadtverwaltung und der lokalen Politik in Herne – mit durchweg positiver Resonanz.
Ziel des Projekts war es, den öffentlichen Straßenraum so umzugestalten, dass der Radverkehr gestärkt, die eigenständige Mobilität von Kindern gefördert und der Durchgangsverkehr gezielt reduziert wird – und dies unter gleichzeitiger Berücksichtigung des ruhenden Verkehrs. Die Studierenden arbeiteten in Gruppen an umfassenden Analysen und Entwürfen. Nach einer detaillierten Bestandsaufnahme und Mängelanalyse entwickelten sie kreative, technisch fundierte Lösungsansätze. Sowohl Vorschläge zur Verkehrsführung im Trennungsprinzip als auch im Mischprinzip wurden erarbeitet, wodurch verschiedene Szenarien und Perspektiven aufgezeigt wurden.
Die durchdachten und vielfach zukunftsorientierten Ideen der Studierenden beeindruckten die Anwesenden und dienten als Anstoß für spannende Diskussionen über mögliche Umsetzungen in der Gartenstadt Herne-Eickel. „Besonders angetan war ich von der hohen Qualität der Präsentationen und wie die Studierenden ihre Ideen auf eine anschauliche und professionelle Weise vorgestellt haben“, lobte Peter Sternemann, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Tiefbau und Verkehr der Stadt Herne. „Das Projekt verbindet Theorie und Praxis auf vorbildliche Weise. Die Studierenden berücksichtigen nicht nur technische Anforderungen, sondern auch soziale und ökologische Aspekte – ein wertvoller Beitrag für die Weiterentwicklung unserer Stadt.“
„Die Studierenden haben nicht nur theoretisches Wissen angewendet, einige haben auch kreative Lösungen für eine komplexe Problemstellung entwickelt. Diese Arbeiten zeigen, wie zukünftige Mobilität aussehen kann – nachhaltig, sicher und auf die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmenden ausgerichtet“, erläutert Prof. Dr. Birgit Hartz, Verkehrsprofessorin am Fachbereich Bauingenieurwesen. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Herne macht deutlich, wie wertvoll der Austausch zwischen Hochschule und kommunaler Praxis ist – und wie junge Planer*innen durch ihr Engagement wichtige Impulse für die Mobilität von morgen setzen können.