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Ulrich Saffrans Ausstellung setzt die Fahrgeschäfte der Kirmes in Szene

„Zoom op Crange" im Herner Rathaus eröffnet

Werke von Ulrich Saffran sind aktuell im Herner Rathaus zu sehen. ©Michael Paternoga/Stadt Herne

Ulrich Saffran ist ein echter „Cranger Junge”, wie er selbst betont. Dementsprechend lag es für den leidenschaftlichen Hobbyfotografen nahe, auch das jährliche Großereignis seiner Heimat, die Cranger Kirmes in Bildern festzuhalten. Am Freitag, 26. Juli 2019, wurde seine neueste Ausstellung „Zoom op Crange” von Bürgermeisterin Andrea Oehler im Herner Rathaus eröffnet.

Oehler lobte die gekonnte Inszenierung der Kirmes: „Ich freue mich, dass am Mittwoch ein Team von Spezialisten die Möglichkeit hat, sich die Exponate anzusehen. Ein Großteil der Beschicker der Cranger Kirmes wird von unserem Oberbürgermeister im Ratssaal empfangen. Sie werden ihre Fahrgeschäfte bei dieser Gelegenheit in einem besonderen Licht bewundern können.”

Seit Jahrzehnten ist Saffran schon mit seiner Kamera auf der Kirmes unterwegs. Die Ausstellung zeigt die besten Werke seiner Sammlung. Im Fokus stehen dabei die Fahrgeschäfte. Ihn fasziniere vor allem das Zusammenspiel zwischen Bewegung und Licht. Vor dunklem Hintergrund kämen die entstehenden Farbspiele besonders gut zur Geltung. „Ich fahre zwar nicht selbst, aber versuche immer, besondere Momente einzufangen”, erzählt Saffran. Er dankte während der Eröffnung besonders Sabine Weitz aus dem Büro des Oberbürgermeisters für ihre Unterstützung. Ich freue mich natürlich, dass ich in meiner Heimatstadt die Ehre habe, meine Werke zu präsentieren.” Die Ausstellung, die noch bis Sonntag, 25. August, im Rathaus zu sehen sein wird, werde jedoch aufgrund des speziellen Themas vorerst eine einmalige bleiben.

Fokus liegt auf Industriefotografie

Die Kirmesfotografie ist für Saffran zwar eine Herzensangelegenheit, sein eigentliches Steckenpferd ist jedoch die Industriekultur. Seit 2012 präsentiert er seine Werke in verschiedenen Ausstellungen im Ruhrgebiet. Saffran, der in unmittelbarer Nähe des Westhafens am Rhein-Herne-Kanal aufgewachsen ist, habe schon früh seine Liebe zum Ruhrgebiet entdeckt. „Ich bin mit den Zechen und Industriebrachen großgeworden und finde es schön, wenn man diese Kultur mit Bildern noch ein Stück weit erhalten kann. Es geht mir auch um das Heimatgefühl der Menschen hier.”

Katharina Piorrek