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Vereint im Kampf gegen Brustkrebs

Team "Pink" auf Tour mit dem Drachenboot

Ritual der Drachenerweckung. © Gregor Slembek. Ritual der Drachenerweckung. © Gregor Slembek.

„Nie allein gegen Brustkrebs” ist das Motto eines neuen Projektes, das an Brustkrebs erkrankten Frauen und Männern die Gelegenheit bieten soll, in der Gruppe gegen die psychischen, aber auch körperlichen Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen dieser heimtückischen Erkrankung anzukämpfen.

Wesentlicher Bestandteil des Projektes „Pink”, das sich ausdrücklich auch an Menschen mit Migrationshintergrund richtet, ist das so genannte Drachenboot, in dem bis zu 20 Teilnehmer gemeinsam paddeln können. Die Idee stammt ursprünglich aus Kanada und den USA, wo die „Pink Paddlers” seit einiger Zeit erfolgreich im Kampf gegen Brustkrebs unterwegs sind.

Eigene Erfahrung als Motivation

In einer konzertierten Aktion von Canu-Touring-Wanne, dem Bürgerselbsthilfezentrum und dem Kommunalen Integrationszentrum konnte jetzt auch für Herne eine Paddelgruppe auf die Beine gestellt werden. Gregor Slembek, Sportwart des Kanu-Vereins mit Sitz am Rhein-Herne-Kanal, ist überzeugt von der Idee: „Ich habe selbst eine schwere Krebserkrankung hinter mir und das Boot fahren hat mir in dieser Zeit viel Kraft gegeben.” Seine Frau Ines leitete übrigens zwei Jahre lang eine ähnliche Gruppe in Bochum mit großem Erfolg.

Auch Dr. Katrin Linthorst, die Leiterin der Abteilung Gesundheitsförderung im Fachbereich Gesundheit, begrüßt das Projekt, aus dem einmal eine Selbsthilfegruppe erwachsen soll. „Bewegung kann förderlich sein und hilft dabei Lymphödeme zu reduzieren. Da bietet es sich an, die Nähe zum Rhein-Herne-Kanal zu nutzen, und mit Canu-Touring-Wanne zusammen zu arbeiten.”

Migranten herzlich willkommen

Als Dritter im Bunde sitzt das Kommunale Integrationszentrum mit im Boot. Mitarbeiterin Claudia Mai betont, wie wichtig es ist, auch Migrantinnen und Migranten in das Projekt einzubinden, um deren Teilhabe im gesellschaftlichen Bereich zu fördern. Daher stehe das „i” in „Pink” auch für für interkulturell. „Gerade für Herner Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund gibt es oft Barrieren, die bei diesem Projekt nicht auftreten sollen. Mangelnde Informationen, unterschiedliche kulturelle Migrationen und die Sprachbarriere zählen dazu”, weiß Claudia Mai und ergänzt: „Durch die richtige Kommunikation werden diese Barrieren aus dem Weg geräumt.”

Gemeinsam durch die schwere Zeit

Ab sofort können Interessierte jeden Donnerstag ab 18 Uhr ein Teil des Teams „Pink” werden und mit dem Drachenboot auf Tour gehen, und zwar gänzlich ohne Leistungsdruck, wie Gregor Slembek ausdrücklich betont. Einzige Voraussetzung:  Die Teilnehmer müssen schwimmen können. Treffpunkt: Canu-Touring-Wanne an der Hertener  Straße 41. Da das Projekt von der St. Elisabeth Gruppe, dem Herner Förderturm und der Firma Budde unterstützt wird, fallen pro Paddeleinheit lediglich Kosten in Höhe von drei Euro pro Person an. Anmelden kann man sich telefonisch beim Bürger-Selbsthilfezentrum unter: 0 23 23 / 16 36 36 sowie beim kommunalen Integrationsbüro unter: 0 23 25 / 65 89 3131. Hier bekommt man auch einen Schnuppergutschein für ein kostenloses Training. Möglich ist  auch eine Anmeldung via Mail an:

buerger-selbsthilfe-zentrum@herne.de bzw. integration@herne.de.

Text: Samira Rehrmann/Philipp Stark / Foto: Gregor Slembek