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Wanne als Metropolenkiez

Das Projekt „Wanne.2020plus“ nimmt weiter Fahrt auf

Blick in den Ratssaal.©Thomas Schmidt, Stadt Herne Blick in den Ratssaal.©Thomas Schmidt, Stadt Herne

„Was wir heute machen, ist ganz großes Kino“, so resümierte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda im Anschluss an die Plenumssitzung für das Projekt „Wanne.2020plus“ bei einem Pressegespräch im Herner Rathaus am Mittwoch, 23. Januar 2019. Zuvor hatten sich mehr als 60 Wanner Akteure –  Unternehmer, Eigentümer, Politiker, Vereinsvertreter, Vertreter der Verwaltung, der Polizei sowie der Kultur und Co. – im Ratssaal getroffen, um sich der Revitalisierung des Stadtteils zu widmen.

Vier Grundvoraussetzungen für die weitere Entwicklung nannte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda: Sauberkeit, Licht, Sicherheit und Grün. „Die Basics sind in Bearbeitung“, so das Stadtoberhaupt: Die HCR und der städtische Fachbereich Tiefbau und Verkehr reinigen in den Osterferien den Buschmannshof, die Stadtwerke geben der Fußgängerzone neue Beleuchtung, weitere Bäume werden gepflanzt und aktuell wird geprüft, wie man Menschen der Drogenszene besser erreichen, betreuen und eventuell verorten kann – um nur einige Maßnahmen zu nennen, die in naher Zukunft umgesetzt werden.

  • Ein neuer Pin: “Wanne.2020plus”. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda betonte, wie wichtig es ist, dass viele Akteure gemeinsam anpacken. Dass die Broschüre „Wanner Spezialitäten“ bereits nach zehn Tagen vergriffen war, sieht er als positives Zeichen. Aber es gilt, nicht nur positive Bestandteile zu stärken, sondern auch Veränderungen zu schaffen. Für Wanne-Mitte soll in Zukunft das Prinzip greifen: „Drei Bereiche, zwei Achsen, ein Karree“. Zentrales Element bilden die Häuser der Hauptstraße 258, 260 und 262, die erst kürzlich von der Herner Wohnungsbaugesellschaft (HGW) angekauft wurden, wie Thomas Bruns berichtete. Hier treffen sich die beiden Achsen, Wilhelmstraße vom zukünftigen Gewerbepark Pluto und die Hauptstraße vom Stadtumbaugebiet Wanne-Süd. Aber was genau soll dort passieren? „Eine Mischung aus Handel, Dienstleistung und Wohnen. Wir können uns vorstellen hier guten Wohnraum zu schaffen“, so Bruns über das Gelände mit einer Grundstücksfläche von etwa 4.200 Quadratmetern.

Übrigens: Die Planung eines Gewerbeparks auf dem ehemaligen Pluto-Gelände wird möglich, da nun die Genehmigung zum Abriss der Schachthalle vorliegt, wie Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda verraten hat.

Wirtschaftsförderer Holger Stoye erläuterte: „Die Wanner Innenstadt ist nicht tot. Die Hauptstraße wird gezielt aufgesucht“ – wie eine von der WFG in Auftrag gegebene Passantenfrequenzzählung gezeigt hat. Aktuell arbeitet das Team von Holger Stoye mit einem externen Partner zusammen, um von Marktteilnehmern zu erfahren, ob Wanne ein potenzieller Standort sein könnte. Und falls nicht, warum nicht? Außerdem wird ein Standortexposé erarbeitet, das möglichen Interessenten vorgelegt werden könnte. Um eine umsatzstarke Innenstadt zu entwickeln, sei ein Mix aus Handel, Gastronomie, Dienstleistungen, Gesundheit und Freizeit wichtig. Auch die wewole Stiftung kündigte an, sich an der Wanner Hauptstraße niederzulassen.

  • Holger Stoye, Dr. Frank Dudda, Thomas Bruns und Achim Wixforth erläuterten in einem Pressegespräch die Pläne. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

„Was wir hier sehen, ist die reale Chance, Wanne zum Metropolenkiez zu entwickeln“, betonte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. Auch Holger Stoye lobte das Engagement der Akteure und freut sich, dass der Prozess, der erst vor einem Jahr gestartet ist, bereits so erfolgreich ist. Übrigens: Die Website www.wanne2020plus.de ist auch ab sofort online, wie Wirtschaftsförderer Holger Stoye betonte. Alle Maßnahmen und Ideen können hier nochmal nachgelesen werden.

Am 5. März gibt es wieder ein Bürgerforum im Wanner Hof, bei dem alle Interessierten die Chance haben, über die Pläne zu diskutieren.

Anja Gladisch