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klimametropole RUHR 2022: Herner Projekte

Ruhrgebiet

Neuer energieeffizienter Bus der HCR auf dem Willi-Pohlmann-Platz. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Im Koalitionsvertrag von 2012 haben die Regierungsparteien beschlossen, eine landesweite Klimaschutz-Expo als Dekadenprojekt durchzuführen, mit der national und international Fortschritte auf den Feldern Klimaschutz, innovative Technologien und Stadtumbau präsentiert werden sollen. Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat bereits zu einem frühen Zeitpunkt diese Überlegungen aufgegriffen und in seiner Verbandsversammlung im September 2012 die Durchführung eines Klima-Expo Projektes für das Ruhrgebiet beschlossen, inzwischen unter dem Namen „klimametropole RUHR 2022“.

Den regionalen Auftakt zum Thema KlimaExpo wird eine Aktionswoche vom 27. September bis zum 3. Oktober 2014 bilden. Hieran sollen sich alle Städte der Metropole Ruhr, aber auch Unternehmen, Forschungseinrichtungen und zivilgesellschaftliche Initiativen beteiligen.

  • PK Klima-Plus 2020 im HCR-Bus auf dem Willi-Pohlmann-Platz. ©Thomas Schmidt, Stadt Herne

Zwei der Herner Projekte wurden heute vorgestellt:

Die Klimatour

Nächster Halt: Energiepark Mont-Cenis. Zusammen mit ihren Kooperationspartnern, der Straßenbahn Herne – Castrop-Rauxel (HCR) und dem Herner Wärmepumpen-Hersteller Waterkotte bieten die Stadtwer-ke Herne im Rahmen der KlimaExpo.NRW eine Busrundreise zu den energie- und klimarelevanten Stationen im Stadtgebiet an.

Los geht es am Rathaus Herne. Hier wartet ein besonders schadstoffarmer Bus der HCR auf die Teilnehmer der Klimatour. Die nächste Station ist das KundenCenter des Energiedienstleisters. Neben Informationen zur Elektromobilität gibt es dort Technik zum Anfassen. In einer kleinen Ausstellung zeigen die Stadtwerke, wie man mit kleinsten Blockheizkraftwerken, Wärmepumpen und modernen Brennwertgeräten effizient und umweltfreundlich heizen kann.

Weiter geht es zum Energiepark Mont-Cenis, wo die Experten der Stadtwerke die große Solaranlage, den Batteriespeicher und das mit Grubengas betriebene Blockheizkraftwerk erklären. Letzte Station der Bustour ist die Wärmepumpen-Produktion von Waterkotte auf der Gewerkenstraße.

Diese und alle weiteren aktuellen und geplanten Aktivitäten rund um das Thema Klimaschutz haben die Stadtwerke unter dem Motto „Kli-maPlus 2020“ gebündelt. In den letzten 20 Jahren haben sie damit bereits über 1,2 Millionen Tonnen CO2 vor Ort eingespart. Das ist mehr als die jährliche Herner Gesamtemission.

HCR-Betriebsbesichtigungen

Über die Besonderheiten des nagelneuen HCR-Busses können sich Interessierte auch bei einem weiteren Herner Programmpunkt der KlimaExpo.NRW informieren. In umfangreichen Betriebsbesichtigungen stellt die HCR unter anderem die modernste Technik aus Ihrem 66 Busse umfassenden Fuhrpark vor. Die neuen HCR-Linienbusse der Stufe EURO 6 vermindern die als Treibhausgase und Ozonkiller bekannten Stickoxide gegenüber der ohnehin schon schadstoffarmen Vorgängerstufe EURO 5/EEV nochmals um bis zu 90 %.

An drei Terminen bietet das heimische Nahverkehrsunternehmen den Besuchern auch einen Blick hinter die Kulissen an. Nach einem Rundgang durch Wagenhallen und Werkstatt stehen ein Erläuterung von Betriebsabläufen, Präsentation von Daten und Fakten sowie eine Diskussionsrunde auf dem Programm.

Anmeldungen zu den genannten Veranstaltungen sind unter 0 23 23 / 16 30 13 oder per E-Mail an christoph.heidenreich@herne.de möglich. Die Klimatouren dauern jeweils etwa drei Stunden, die HCR-Betriebsbesichtigungen jeweils etwa zwei Stunden. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei.

Hintergrund

Das neue Dekadenprojekt knüpft an die erfolgreichen Projekte zur Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscher Park und zur Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 an und soll zeigen, dass die Metropole Ruhr weiterhin ein „ Pionier des Wandels“ ist. Viele Unternehmen, Verbände und Gesellschaften im Ruhrgebiet sind bereits heute in den verschiedenen Themenfeldern zu Klimaschutz und Klimawandel tätig; einige sogar als Weltmarktführer. Eine breit gefächerte Forschungslandschaft von Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und firmeneigenen Forschungslaboren bearbeitet eine Vielzahl von Vorhaben, die sich mit Klimaschutz und Klimawandel, erneuerbaren Energien, Energie- und Ressourceneffizi-enz und weiteren Umweltthemen befassen. Es geht aber auch um die vielen kommunalen und zivilgesellschaftlichen Projekte in den Städten der Metropole Ruhr, denen die „klimametropole RUHR 2022“ eine Plattform bieten will, um Aktivitäten im laufenden Strukturwandel in Verbindung mit den Zukunftsfeldern Klima, Energie, Ressourcen und Stadtentwicklung regional zu bündeln und zu präsentieren.

Hier finden Sie einen weiteren Artikel zur klimametropole Ruhr Herner Projekte